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Barrierefreie Automaten für alle
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30.08.2011

Das EU-geförderte Projekt „APSIS4All“ soll den Zugang zu Selbstbedienungsterminals, z. B. Ticketautomaten, Informationsschaltern und Geldautomaten, für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen verbessern. Mit CURE (Center for Usability Research & Engineering) ist auch ein österreichischer Partner mit an Bord. Die Kommission kofinanziert das Vorhaben mit 3,4 Mio. aus dem Programm ICT.

    Computertastatur

    Neelie Kroes, zuständige Kommissarin für die Digitale Agenda, meinte dazu: „Selbstbedienungsautomaten sind weit verbreitet und es werden ständig mehr. Die Bedienung vieler dieser Automaten ist allerdings für behinderte oder manche ältere Menschen schwierig, die somit den betreffenden Dienst nicht nutzen können.“

    In der EU gibt es Hunderttausende von Selbstbedienungsautomaten, darunter Fahrkartenautomaten für den öffentlichen Personenverkehr und mindestens 425 000 Geldautomaten. Um ihre Benutzung zu vereinfachen, sind auf dem Markt verschiedene technische Lösungen verfügbar, u. a. für Rollstuhlfahrer erreichbare Tastenfelder, Braille-Tasten oder Sprachausgabe über Lautsprecher für Sehbehinderte. Häufig sind diese grundlegenden Funktionen aber schlicht nicht verfügbar oder werden nicht genutzt, da ihre Aktivierung zu kompliziert ist. In der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010-2020 heißt es, dass „Zugänglichkeit eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben“ ist. In Europa hat jeder sechste Mensch eine Behinderung. 87 Mio. Europäer sind über 65 Jahre alt mit steigender Tendenz.

    Im Rahmen von APSIS4All sollen unter realen Bedingungen neuartige, personalisierte Schnittstellen konzipiert und validiert werden, mit denen die bestehenden Zugangsbarrieren überwunden werden können. In der ersten Projektphase werden Informationen von etwa 3000 Nutzern gesammelt, die die verschiedenen Automaten erproben, damit die Schnittstellen an ihre Bedürfnisse und persönlichen Vorlieben angepasst werden können. Das Projekt läuft insgesamt drei Jahre.

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    Letzte Aktualisierung: 30/08/2011  |Seitenanfang