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Neuer Schub für Energieeffizienz – Kommissionsexperte stellt Maßnahmen in Wien vor
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22.06.2011

Mit einer neuen Richtlinie zur Energieeffizienz will die Kommission den Energieverbrauch senken, Verbraucher und Unternehmen entlasten und noch stärker für das Energiesparen sensibilisieren. Kommissionsexperte Florian Ermacora präsentierte in Wien das Maßnahmenpaket, das zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der EU beitragen soll.

    Florian Ermacora im Haus der Europäischen Union

    2007 einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf dem Frühjahrsgipfel auf das ambitionierte Ziel, den Energieverbrauch in der EU bis 2020 um 20% zu reduzieren. Aber: Trotz zahlreicher Anstrengungen in den Mitgliedsstaaten ist die EU noch nicht auf diesem Kurs. Wenn sich in den nächsten Jahren nichts ändert, wird dies Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit, auf Bemühungen zur Verringerung der CO2-Emissionen und auf die Versorgungssicherheit haben. Außerdem sind die Energiekosten ein großer Posten im Budget der Verbraucher, wie Florian Ermacora von der Generaldirektion Energie im "Haus der Europäischen Union" erläuterte.

    Aus diesem Grund hat die Kommission am 8. März 2011 einen neuen Strategieplan zur Energieeffizienz angenommen. Die darauf folgende Richtlinie formuliert nun konkrete Maßnahmen, um auf die steigenden Herausforderungen der Energieversorgung zu reagieren.

    Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

    - Mehr Energieeffizienzmaßnahmen bei Endverbrauchern von Energieverteilern und -unternehmern
    - Mehr energieeffiziente Gebäude und Produkte im öffentlichen Sektor
    - Mehr Transparenz beim Energieverbrauch für die Verbraucher
    - Mehr Energieeinsparungen in Unternehmen durch Energieaudits
    - Mehr Effizienz bei der Energieerzeugung durch nationale Wärme- und Kältepläne
    - Mehr Jobs durch Energieeffizienz und Auftrieb für Forschung und Entwicklung

    Die Richtlinie wird nun an das EU-Parlament und den Rat übersandt. Nach Annahme der endgültigen Version müssen die Maßnahmen der Richtlinie von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht überführt werden. Florian Ermacora rechnet damit, dass dies frühestens Anfang 2014 der Fall sein wird.  

     

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    Letzte Aktualisierung: 28/06/2011  |Seitenanfang