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Mehr Frauenbeteiligung am Arbeitsmarkt und höhere Wettbewerbsfähigkeit: EU-Empfehlungen für Österreich
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08.06.2011

Die Europäische Kommission hat 27 länderspezifische Empfehlungen – sowie eine Empfehlung für das gesamte Euro-Währungsgebiet – verabschiedet, um zu gewährleisten, dass die Mitgliedstaaten ihren Verpflichtungen im Zusammenhang mit Wachstum, Arbeitsplätzen und öffentlichen Finanzen nachkommen. In Österreich stützen sich die Empfehlungen auf eine Bewertung des vorgelegten Stabilitätsprogramms und des Österreichischen Reformprogramms 2011 durch die Kommission.

    Mehr Frauenbeteiligung am Arbeitsmarkt und höhere Wettbewerbsfähigkeit: EU-Empfehlungen für Österreich

    Für Österreich empfiehlt die Kommission, die Korrektur des übermäßigen Defizits zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit, vor allem im Dienstleistungssektor, zu fördern. Die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt sollte erhöht und Ganztagsbetreuungsangebote für Kinder sollten ausgebaut werden. Die Kommission empfiehlt zudem, die bestehende Vorruhestandsregelung allmählich abzubauen.

    Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte hierzu: "Die länderspezifischen Empfehlungen sind zielgerichtet und nachprüfbar. Sie zeigen den Mitgliedstaaten, wie die Kommission ihre nationalen Pläne bewertet. Wir wissen, dass zur Verwirklichung der gemeinsam vereinbarten Ziele manchmal harte Entscheidungen notwendig sind. Wenn wir uns jedoch alle ernsthaft anstrengen, können wir die Krise in Europa überwinden und unseren künftigen Wohlstand sichern.“

    Hintergrund und nächste Schritte

    Die Empfehlungen sind Teil des Europäischen Semesters. In diesem Rahmen haben Mitgliedstaaten und Kommission in diesem Jahr zum ersten Mal ihre Wirtschafts- und Haushaltspolitik koordiniert. Nach Vereinbarung der Prioritäten auf EU-Ebene haben die EU-Staaten ihre nationalen Programme vorgelegt, die die Kommissionen nunmehr vollständig anhand dieser Empfehlungen bewertet hat.

    Die Empfehlungen werden vom Europäischen Rat nach Beratungen im Rat "Wirtschaft und Finanzen" und im Rat "Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz" am 23. und 24. Juni 2011 erörtert und gebilligt. Die Umsetzung wird dann im Laufe des kommenden Jahres mit Hilfe eines Verfahrens zur gegenseitigen Prüfung von der Kommission und den Mitgliedstaaten streng und kontinuierlich überwacht.

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    Letzte Aktualisierung: 09/06/2011  |Seitenanfang