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EU-Kommission legt Strategie für die Integration der Roma vor
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06.04.2011

Die zehn bis zwölf Millionen in Europa lebenden Roma sind noch immer mit Diskriminierung und Ausgrenzung konfrontiert oder werden an der Ausübung ihrer Rechte gehindert. Für die Mitgliedstaaten bringt dies neben der Gefahr sozialer Konflikte auch wirtschaftliche Nachteile mit sich.
Um eine bessere wirtschaftliche und soziale Integration der Roma in den Mitgliedsländer zu ermöglichen, hat die Europäische Kommission einen EU-Rahmen für nationale Strategien vorgelegt.

    Vizepräsidentin Viviane Reding

    Er soll als Leitfaden für die nationalen Roma-Integrationskonzepte dienen und verfügbare EU-Mittel zur Unterstützung der Integrationsbestrebungen mobilisieren.
    Mit dem EU-Rahmen fordert die EU-Kommission Mitgliedstaaten auf, nationale Integrationsziele in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsfürsorge und Wohnraum bis Ende 2011 festzulegen.

    „Trotz einiger guter Absichten nationaler Politiker hat sich an der Alltagssituation der Roma in den letzten Jahren zu wenig geändert“, so Vizepräsidentin und EU-Kommissarin für Justiz Viviane Reding. „Die Mitgliedstaaten sind gemeinsam dafür verantwortlich, der Ausgrenzung der Roma in den Bereichen Schule, Arbeit, Gesundheit und Wohnraum ein Ende zu setzen – eine wahrhaft gewaltige Herausforderung. Daher haben wir für die Integration der Roma klare Ziele festgelegt, für deren Umsetzung wir nun die Unterstützung aller Regierungen, Regionen und Städte in Europa brauchen. Nun ist es an der Zeit, gute Absichten in konkrete Maßnahmen umzusetzen."

    László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration erklärte hierzu: „Die anhaltende Ausgrenzung der Roma ist im Europa des 21. Jahrhunderts, das sich auf die Grundsätze der Gleichbehandlung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gründet, nicht hinnehmbar. Die Lebensbedingungen der meisten Roma und ihre Beziehungen zur übrigen Bevölkerung haben sich in den vergangenen Jahren sogar verschlechtert. Einige Länder werden es schlicht und einfach nicht schaffen, die Ziele der Strategie Europa 2020 zu erreichen, wenn ihnen bei der Integration der Roma nicht der Durchbruch gelingt.“

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    Letzte Aktualisierung: 06/04/2011  |Seitenanfang