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Kommission erläutert ihre Vorstellungen zur Besteuerung des Finanzsektors
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08.10.2010

Die Europäische Kommission hat konkrete Empfehlungen für eine Besteuerung des Finanzsektors vorgelegt. Sie geht von der Überlegung aus, dass der Finanzsektor einen angemessenen Beitrag zu den öffentlichen Haushalten leisten sollte und die Regierungen angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage neue Einnahmequellen benötigen. Daher schlägt die Kommission eine Doppelstrategie vor: Sie spricht sich dafür aus, auf globaler Ebene eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Auf EU-Ebene hält sie dagegen eine Steuer auf Finanzaktivitäten für sinnvoller.

    Kommission erläutert ihre Vorstellungen zur Besteuerung des Finanzsektors

    „Es gibt gute Gründe für eine Besteuerung des Finanzsektors und praktikable Wege, um sie durchzuführen", sagte Algirdas Šemeta, EU-Kommissar für Steuern und Zollunion. Die Finanztransaktionssteuer soll nach Ansicht der Kommission dazu verwendet werden, internationale Aufgaben wie die Entwicklung und den Klimaschutz zu unterstützen. Dabei würde jede Transaktion entsprechend ihrem Wert besteuert.

    Die Finanzaktivitätssteuer zielt auf die Erträge und Vergütungen von Unternehmen des Finanzsektors ab. Sie könnte erhebliche Einnahmen für die öffentlichen Haushalte generieren und die Stabilität der Finanzmärkte verbessern, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der EU unnötig zu gefährden.

    Die Kommission wird diese Vorstellungen auf der Tagung des Europäischen Rats Ende Oktober und auf dem G20-Gipfel im November ausführen.

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    Letzte Aktualisierung: 31/10/2010  |Seitenanfang