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JUVENES TRANSLATORES-Siegerin Anna Novak: Ein sympathisches Sprachwunderkind!
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04.03.2010

Die 17-jährige Anna Novak spricht nicht nur Tschechisch und Deutsch, sondern auch Englisch, Französisch und Italienisch. Und sie hat bereits erfolgreich an mehreren Sprachwettbewerben teilgenommen. Lesen Sie hier ein Interview mit der sympathischen Schülerin und ihrer engagierten Professorin, Maga. Elisabeth Mayer.

    JUVENES TRANSLATORES-Siegerin Anna Novak: Ein sympathisches Sprachwunderkind!

    Die dritte Ausgabe des Übersetzungswettbewerbs für Schüler JUVENES TRANSLATORES fand EU-weit am 24. November 2009 statt. Anna Novak, Schülerin des BG13 in der Fichtnergasse in Wien, hat den ersten Platz in Österreich errungen.

    Die Preisverleihung am Donnerstag, dem 25. März 2010, können Sie live mitverfolgen – über einen Webstreaming-Link auf der Juvenes Translatores-Website.

     

    Interview:

    Das folgende Interview mit Anna Novak, der österreichischen Siegerin des Übersetzungswettbewerbs Juvenes Translatores, und ihrer Lehrerin, Maga. Elisabeth Mayer, führte Martina Prokesch-Predanovic, Außenstelle der Generaldirektion Übersetzung (DGT).

     

    DGT: Anna, zuerst einmal ganz herzlichen Glückwunsch zu dieser hervorragenden Leistung! Du hast aus dem Tschechischen ins Deutsche übersetzt. Welchen Bezug hast Du zur tschechischen Sprache bzw. wie hast Du Tschechisch gelernt?

     

    Anna: Mein Bezug zur tschechischen Sprache ist der, dass meine Eltern beide aus Tschechien kommen und es daher meine Muttersprache ist. Das heißt, ich musste die Sprache nie richtig aktiv lernen.

     

    DGT: Du hast also Tschechisch zu Hause gelernt?

    Anna: Ja, genau, wir sprechen daheim Tschechisch.

     

    DGT: Das Vokabular in dem von Dir übersetzten Text stammt ja nicht gerade aus der Alltagssprache. Wie hast Du es geschafft, Dein Tschechisch auf ein so hohes Niveau zu bringen?

     

    Anna: Um ehrlich zu sein finde ich das Niveau nicht unbedingt so hoch, ich finde, es ist noch stark verbesserungswürdig. Aber schon allein dadurch, dass ich viele Bücher lese, komme ich auf ein gewisses Niveau was das Vokabular angeht.

     

    DGT: Du liest also Bücher auf Tschechisch. Auch Zeitungen?

     

     

    Anna: Zeitungen eher weniger, weil ich keine Zeit dazu habe.

     

    DGT: Was hat Dich motiviert, an dem Wettbewerb teilzunehmen?

     

    Anna: Einerseits ist es toll, sich sagen zu können, ich hab was geschafft. Und ich denke, auch im Lebenslauf macht sich das sicher sehr gut, wenn man hinschreiben kann, ich hab das und das gewonnen. Und es ist auch gut, die eigenen Grenzen zu erfahren und sich über seine Fähigkeiten klar zu werden.

     

    DGT: Haben noch andere Schüler und Schülerinnen aus Deiner Schule teilgenommen?

     

    Anna: Ja, eine Freundin aus meiner Klasse, Clara Kantner.

     

    DGT: Und wer hat die teilnehmenden Schülerinnen ausgewählt? Oder habt Ihr Euch selbst gemeldet?

     

    Anna: Wir haben uns selbst gemeldet.

     

    DGT: Frau Professor Mayer, was hat Sie dazu veranlasst, mit Ihrer Schule teilzunehmen? Hat Sie der Aufwand dafür und die zusätzliche Arbeit nicht abgeschreckt?

     

    Frau Maga. Mayer: Nein, das hat mich nicht abgeschreckt. Ich bin zusätzlichen Aufwand gewohnt. Mein Ziel ist es, aus der Schule hinauszugehen, damit die Schüler sehen, dass die Sprache nicht nur für die Schule gelernt wird, sondern für das Leben. Das ist mir sehr, sehr wichtig und deswegen fördere ich diese Aktivitäten. Es nehmen auch immer wieder Leute daran teil, wie eben Anna, die absolut förderungswürdig sind, die das mit einer Begeisterung machen und viel Einsatz zeigen. Der Aufwand zahlt sich auf jeden Fall aus.

     

    DGT: Anna, hast Du Dich speziell auf den Wettbewerb vorbereitet?

     

    Anna: Nein, eigentlich überhaupt nicht.

     

    DGT: Hast Du den Text schwierig gefunden? Wie war Dein Gefühl nach der Übersetzung?

     

    Anna: Also, ich fand den Text eigentlich gar nicht so schwierig, aber als ich meine Rohfassung nach dem Wettbewerb mit der meiner Freundin Clara verglichen habe, habe ich gedacht, oh Gott, die von der Clara ist so viel besser, da komm ich doch sicher nie weiter. Aber offenbar ist mir das doch gelungen.

     

    DGT: Hast Du bereits berufliche Pläne? Möchtest Du einmal mit Sprachen arbeiten?

     

    Anna: Auf jeden Fall mit Sprachen, aber was genau weiß ich leider noch nicht. Ich sollte es mir langsam überlegen, weil ich doch schon im Oktober zu studieren anfangen will, aber genau weiß ich es noch nicht.

     

    DGT: Also Du weißt auch noch nicht, was Du studieren willst?

     

    Anna: Nein, nicht wirklich. Im Moment tendiere ich zu Jus, aber ich bin mir nicht sicher.

     

    DGT: Wer begleitet Dich nach Brüssel?

     

    Anna: Meine Mutter. Es wird für sie ein Erlebnis sein, das sie nicht so schnell vergessen wird.

     

    DGT: Und worauf freust Du Dich am meisten in Brüssel?

     

    Anna: Ich glaube, auf die Stadtbesichtigung. Wir haben ja auch Freizeit, da werden wir in der Stadt herumgehen und uns alles anschauen.

     

    DGT: Vielen Dank für das Gespräch! Und Anna, Dir noch einen guten Flug und viele schöne Erlebnisse in Brüssel!

     

    Anna: Dankeschön!

    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang