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Stärkerer Einsatz für die biologische Vielfalt
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27.01.2010

Die EU hat ihr Ziel, den Verlust an Artenvielfalt bis 2010 zu stoppen, nicht erreicht. Nun möchte sie bis 2020 die biologische Vielfalt dauerhaft sichern. Die Zeit drängt. Um das 100- bis 1000-fache hat sich das Artensterben nach UN-Angaben gegenüber dem natürlichen Wert beschleunigt. Bereits ein Drittel aller derzeit bekannten etwa 1,75 Millionen Tier- und Pflanzenarten sind bedroht. Laut der Weltnaturschutzunion IUCN sind im Jahr 2008 717 Tierarten ausgestorben. Belugawal, Koalabär und Geweihkoralle werden wahrscheinlich die nächsten Arten sein, die von unserem Planeten verschwinden.

 

    Stärkerer Einsatz für die biologische Vielfalt

    Zum Schutz der bedrohten Tier- und Pflanzenarten will die EU nun eine neue, langfristige Vision für einen Gesamtzeitraum bis 2050 vorlegen. Doch was sind die Ziele?

    Die Aussterbensrate verringern, sie vielleicht ganz stoppen? Tote Ökosysteme wieder zum Leben erwecken? Den Erhalt der biologischen Vielfalt weltweit fördern?

    Wie ambitioniert das nächste Ziel sein wird, wird in den kommenden Wochen festgelegt und hängt vor allem von den Mitgliedstaaten ab.

    Deshalb will die EU noch vor Ende dieses Jahres eine klare mittelfristige Strategie für den Erhalt der biologischen Vielfalt bis 2020 vorlegen. Dieser plan fällt mit dem der Vereinten Nationen zusammen, die 2010 zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt ausgerufen haben.

    Verstärkte Forschung, eine bessere Umsetzung der einschlägigen EU-Vorschriften und mehr Finanzmittel sind dringend notwendig. Ansätze zur Lösung der Probleme sind bereits jetzt durchaus vorhanden. In diesem Zusammenhang ist das Projekt Natura 2000 erwähnenswert – ein Netz von Naturschutzgebieten, das 17 % der EU-Fläche erfasst. Ein Ausbau dieses Projekts könnte – zusammen mit weiteren neuen Konzepten – zur Wiederherstellung der weltweiten Ökosysteme beitragen. 60 % dieser für das ökologische Gleichgewicht so wichtigen Gebiete wurden in den letzten 50 Jahren vom Menschen durch Ausbeutung und Verschmutzung geschädigt.

    Weiters würde dazu beigetragen, Naturkatastrophen, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit sowie dem Treibhauseffekt vorzubeugen.

    Mit dem Start einer neuen EU-Kampagne am 26. Januar können sich die EU-Bürgerinnen und -Bürger über eine interaktive Internetsite im Detail informieren. Auf Facebook und anderen Netzwerken können bedrohte Arten, wie beispielsweise der Spatz, als „Freunde“ dazugefügt werden.

    Links zum Thema

    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang