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Präsident Barroso: "2°C-Ziel ist jetzt in Stein gemeißelt"
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10.07.2009

Beim G8-GIPFEL – Treffen der führenden Industrie- und Schwellenländer (MEF).

Barroso: "Ich freue mich, dass eine der wichtigsten Zielvorgaben der EU auf dem Weg zur Kopenhagener Klimakonferenz nun feststeht: Das 2°C-Ziel ist jetzt in Stein gemeißelt. Damit haben wir erstmals die Vorgabe, den Anstieg der durchschnittlichen Erderwärmung zu begrenzen, sowohl für die G8 als auch die Industrie- und Schwellenländer fixiert.

    Kommissionspräsident José Manuel Barroso - links im Bild - und Fredrik Reinfeldt, Schwedischer Premierminister beim G8-Gipfel in L'Aquila

    Das ist ein starkes Signal an alle anderen Länder. Wenn wir unter dieser Zwei-Grad-Celsius-Grenze bleiben wollen, müssen wir – laut Aussagen von WissenschaftlerInnen – die Emissionen bis 2050 weltweit um mindestens 50 % gegenüber dem Wert von 1990 senken.

    Mit der Vereinbarung, die Emissionen bis 2020 um mindestens 20 % zu senken, sofern andere Staaten dies ebenfalls tun, hat die EU eine Führungsrolle übernommen.

    Der Weg nach Kopenhagen und zu einem weltweiten Abkommen ist und bleibt steinig und beschwerlich und das letzte Stück ist immer das schwierigste. Heute haben wir unseren VertreterInnen einen klaren Auftrag für die Verhandlungen mitgegeben und damit die richtigen Rahmenbedingungen für einen Abschluss in Kopenhagen im Dezember geschaffen.

    Gleichzeitig verlangen wir von den Entwicklungsländern nicht das Unmögliche. Die heute erzielten Ergebnisse bieten auch den ärmsten und schwächsten Ländern Hoffnung: Wir werden nicht zulassen, dass sich das Klima dramatisch verändert. Das würde unsere weltweiten Bemühungen im Kampf gegen die Armut gefährden.

    Was die Reduktion der Emissionen betrifft, müssen die Industrieländer den Löwenanteil übernehmen. Die G8-Staaten haben vereinbart, ihre Volkswirtschaften so umzugestalten, dass die Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestes 80 % niedriger sind als 1990. Zusätzlich zu diesem langfristigen Ziel haben wir vereinbart, noch vor Kopenhagen mittelfristige Ziele festzulegen.

    Mit Hilfe weltweiter Klimamaßnahmen gehen wir in eine Zukunft mit mehr Energiesicherheit und grünem, nachhaltigem Wachstum.

    Ich bin sicher, dass unser Treffen hier in L'Aquila die Chancen auf ein ambitioniertes und wirklich weltweit gültiges Abkommen in Kopenhagen deutlich erhöht hat.

    Die EU wird weiterhin ihre Verantwortung wahrnehmen, auch im Hinblick auf die Finanzierung, zu der wir bis September Vorschläge vorlegen werden. Und die EU wird nicht aufhören, weltweite Klimamaßnahmen anzuregen und in jeder Form zu unterstützen."

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang