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Klimakonferenz in Kopenhagen beginnt
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07.12.2009

Die EU wird sich auf der UN-Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen für ein ehrgeiziges Abkommen einsetzen, um zu vermeiden, dass die Erderwärmung desaströse Ausmaße annimmt.
Vom 7. bis zum 18. Dezember treffen sich Staats- und Regierungschefs aus 192 Ländern in Kopenhagen, um ein Nachfolgeabkommen für das 1997 von Industrieländern verabschiedete Kyoto-Protokoll auszuarbeiten. Dieses sieht eine Reduzierung der Emissionen um 5 % gegenüber dem Niveau von 1990 vor.

    Klimakonferenz in Kopenhagen beginnt

    Die EU strebt nach einem ehrgeizigen, weltweiten und umfassenden Übereinkommen, um eine Erderwärmung um mehr als 2 ºC zu verhindern und sicherzustellen, dass das Wirtschaftswachstum nachhaltig erfolgt.

    Die EU-Spitzen haben sich darauf verständigt, ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 20 % – wenn andere Länder mitziehen, sogar um 30 % – gegenüber 1990 zu reduzieren. Auch ein Anteil von 20 % erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch ist verbindlich festgeschrieben.

     

    Die Europäische Union wird sich dafür einsetzen, auf dem Weg zu einem ehrgeizigen und rechtsverbindlichen globalen Klimaschutzübereinkommen (das ab 2013 das Kyoto-Protokoll ersetzt), so weit wie möglich voranzukommen. Auf der Konferenz müssen die wichtigsten politischen Elemente des Vertrags festgelegt werden. Außerdem müssen sich die Teilnehmer auf ein Verfahren für die Ausarbeitung des vollständigen Textes bis Mitte 2010 einigen. Das Übereinkommen von Kopenhagen sollte auch ein „Schnellstart“-Programm umfassen, damit bestimmte Maßnahmen, darunter finanzielle Hilfe für die am wenigsten entwickelten Länder, sofort umgesetzt oder ausgearbeitet werden können.

     

    "Worte reichen nicht länger aus – was wir jetzt brauchen sind Zusagen von allen Seiten. Ich will, dass Kopenhagen einen einfachen, verständlichen und klaren Text hervorbringt, der für alle Länder politisch verbindlich ist und gleichzeitig unsere gemeinsamen aber ausdifferenzierten Verantwortlichkeiten widerspiegelt", sagte Kommissionspräsident Barroso vor wenigen Tagen. Da jetzt auch große „Umweltverschmutzer" wie China und die USA zugesagt haben, ihre Bemühungen der Emissionsreduktion zu verstärken, liegen die Chancen für den Abschluss eines weitreichenden Abkommens in Kopenhagen gut.

     

    In Vorbereitung der jetzt beginnenden Konferenz fanden in Bonn, Bangkok und Barcelona bereits mehrere Verhandlungsrunden statt. Bereits im November haben sich die europäischen Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt, Entwicklungsländer über einen Fonds in ihrem Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen. Der geschätzte Kostenaufwand der Entwicklungsländer für Klimaschutzmaßnahmen und die Anpassung an den Klimawandel könnte sich von 2020 an auf jährlich 100 Milliarden Euro belaufen.

     

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang