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EU beseitigt unseriöse Klingeltonangebote
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19.11.2009

70 % der Websites, die wegen missbräuchlicher Praktiken beim Verkauf von Klingeltönen, Hintergrundbildern oder sonstigen Handydiensten im Visier einer Untersuchung standen, sind inzwischen korrigiert oder geschlossen. An der EU-weiten 18-monatigen Ermittlungsaktion beteiligten sich die Verbraucherschutzbehörden aller 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island und Norwegen.

    EU beseitigt unseriöse Klingeltonangebote

    Seit Beginn der Untersuchungen im Juni 2008 wurden von den nationalen Durchsetzungsbehörden 301 Websites wegen massiver Verstöße gegen das EU-Verbraucherrecht überprüft. 70 % der Fälle sind inzwischen geklärt: 52 % (159 Websites) wurden korrigiert, 17 % (54 Websites) geschlossen. Moniert worden war im Wesentlichen dreierlei: keine oder lückenhafte Informationen über den Preis; unvollständige Angaben zum Händler und irreführende Werbung. Hauptkritikpunkt ist die Bewerbung von angeblich kostenlosen Klingentonabos, auf die viele Jugendliche hereinfallen.

    Der Markt

    In Europa gibt es über 495 Millionen Mobiltelefone. Allein die Klingeltöne machten 2007 schätzungsweise 29 % des Markts für „Mobilkommunikationsinhalte“ aus. Das ist im Vergleich zu 2006 ein Anstieg um 10 %. Der europaweite Umsatz mit Klingeltönen betrug im Jahr 2007 schätzungsweise 691 Mio. €.

    Österreich, Ungarn und Rumänien hatten mit jeweils 21 betrügerischen Websites die meisten schwarzen Schafe zu verzeichnen, dicht gefolgt von Frankreich und Litauen mit jeweils 20.

    Wie geht es weiter?

    Das neue Vorgehen mit breit angelegten EU-weiten Untersuchungen wird fortgesetzt; für die Jahre 2009/2010 sind mehrere weitere dieser Untersuchungen und andere gemeinsame Aktionen geplant.

    Links zum Thema

    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang