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Mineralöl im Salat? Nein danke.
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16.07.2009

Wussten Sie, dass es ein Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel – kurz RASFF genannt – zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit in der EU gibt? Dieses hat den 30. Geburtstag gefeiert und beeindruckt mit mehr Effizienz denn je.

    EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou lobt die Erfolgsgeschichte des Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel – kurz RASFF genannt

    Das Jahr 2008 stellte das Warnsystem auf eine harte Probe, als einige der schwerwiegendsten Vorfälle von verseuchten Lebensmitteln bekannt wurden: Mineralöle in Sonnenblumenöl aus der Ukraine, Melamin in Lebensmitteln aus China und Dioxine in Schweinefleisch aus Irland. In all diesen Fällen half das RASFF bei der Koordinierung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten und trug dazu bei, die Auswirkungen der Kontaminierungen einzudämmen. "Das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel ist ein überaus wichtiges Instrument in unserem Bemühen, die Lebensmittelsicherheit in Europa zu gewährleisten. Über einen Zeitraum von 30 Jahren hat es sich zu einem äußerst wertvollen Instrument entwickelt, das für den Austausch von Informationen – in Echtzeit – über Maßnahmen zur Gewährleistung der Lebens- und Futtermittelsicherheit eingesetzt wird." Mit diesen Worten lobt die EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou die Erfolgsgeschichte.

    Über das RASFF-System können Informationen schnell und wirksam zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission ausgetauscht werden, wenn in der Lebens- und Futtermittelkette ein Risiko für die menschliche Gesundheit festgestellt wird. Alle RASFF-Mitglieder (EU-27, Europäische Kommission, EFSA sowie Norwegen, Liechtenstein und Island) gewährleisten rund um die Uhr, dass dringende Meldungen unverzüglich verschickt, empfangen und umgesetzt werden können.

    Einfuhren aus Drittländern können seit 2008 an der Grenze zurückgewiesen oder unschädlich gemacht werden. Insgesamt kam es im letzten Jahr zu 1.377 Zurückweisungen an der Grenze. Davon entfielen 56% auf Erzeugnisse, denen die Einfuhr wegen zu hoher Mykotoxinkonzentration verweigert wurde. Mykotoxine sind Schadstoffe von Schimmelpilzen und verursachen bei Menschen und Tieren gesundheitliche Schäden.

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang