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Krummes Obst und Gemüse wieder im Regal
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01.07.2009

Jetzt ist Schluss mit gerade – die genormte "Gurkenkrümmung" gehört ab heute der Vergangenheit an! Die Kommission hat für 26 Arten Obst und Gemüse Vermarktungsnormen aufgehoben und ist mit dieser Initiative den Bemühungen um Bürokratieabbau nachgekommen. Das heißt, krumme Gurken, unförmige Karotten und Co sind im Handel zugelassen.

    Holzschachtel mit Gemüse

    "Solche Dinge müssen nicht auf EU-Ebene geregelt werden. Es ist viel besser, dies den Marktbeteiligten zu überlassen.", so die zuständige EU-Agrarkommissarin Fischer Boel. Die Konsumenten können dank der Veränderungen aus einer möglichst breiten Produktpalette auswählen. Und darüber hinaus ist es sinnlos, einwandfreie Erzeugnisse wegzuwerfen, nur weil sie die "falsche" Form und Größe haben.

    In Österreich bringt der heutige Tag mit seiner Änderung eine weitere Neuerung: EU-Gegner wurden um ein beliebtes Symbol der EU-Regulierungswut gebracht. Denn seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 haben sich viele krumme Mythen um die Gurke gerankt. Brüssel galt als Herd der wahnwitzigen Ideen und Normen. Dabei – das kann das letzte Mal gesagt werden – war die Gurkenkrümmung in Österreich bereits seit 1968 geregelt. Diese und ähnliche Normen aus dem Agrarbereich gehen auf internationale Vereinbarungen zurück, mit dem Ziel einer besseren Vermarktung für bestimmte Obst- und Gemüsearten.

    Die Aufhebung der Normen ab 1. Juli 2009 gilt für diese 26 Produkte: Marillen, Artischocken, Spargel, Melanzani, Avocados, Bohnen, Kohlsprossen, Karotten, Karfiol, Kirschen, Zucchini, Gurken, Zuchtpilze, Knoblauch, Haselnüsse in der Schale, Kopfkohl, Lauch, Melonen, Zwiebeln, Erbsen, Zwetschken, Staudensellerie, Spinat, Walnüsse in der Schale, Wassermelonen und Chicoree.

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang