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Klimawandel – EU muss sich vorbereiten
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01.04.2009

In einem Weißbuch stellt die Kommission Maßnahmen vor, um den Herausforderungen des Klimawandels besser begegnen zu können. Denn nach neuen Erkenntnissen ist damit zu rechnen, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels schneller und stärker bemerkbar machen, als noch 2007 im Bericht des Weltklimarates prognostiziert wurde.

    Klimawandel – EU muss sich vorbereiten

    Je nach Region wird sich der Klimawandel unterschiedlich bemerkbar machen. Küsten-, Berg- und Überschwemmungsgebiete sind aber besonders gefährdet. Daher werden die meisten Anpassungsmaßnahmen auf nationaler und regionaler Ebene zu treffen sein. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas betonte: „Das Ausmaß des Klimawandels wird von Jahr zu Jahr größer und beunruhigender. Wir müssen uns weiterhin anstrengen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren, uns aber gleichzeitig auch auf die Realität des Klimawandels einstellen. Aber selbst wenn wir die Emissionen soweit eindämmen, wie wir uns vorgenommen haben, ist ein gewisser Grad an Klimawandel unausweichlich." Es ist daher wichtig, dass gemeinsam mit Regierungen, Gemeinden und Unternehmen Strategien erarbeitet werden.

    Tiefgreifende Auswirkungen werden in den nächsten 50 Jahren in Wirtschaftszweigen wie Energie, Verkehr, Tourismus und Gesundheit zu verzeichnen sein. Und auch die Landwirtschaft wird die Wucht des Klimawandels zu spüren bekommen. "Die Landwirte müssen die Probleme, die auf sie zukommen, genau verstehen. Deshalb sollte eine Diskussion darüber in Gang gebracht werden, wie ihnen bei der Anpassung geholfen werden kann." Sagte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel. Zukünftig müssen auch die Gesundheitsbehörden extreme Wetterbedingungen in ihren Notfallplanungen berücksichtigen, ergänzte EU-Gesundheitskommissarin Androula Vassiliou. Eine nationale Zusammenarbeit in allen Bereichen ist unerlässlich. Eine besondere Bedeutung im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels kommt dem Zugang und Austausch von gewonnen Informationen zu.

    Das Weißbuch liefert hierfür einen Aktionsrahmen. Bis 2012 läuft die erste Phase der Strategie. Sie zielt darauf ab, unsere Kenntnisse über den Klimawandel zu verbessern, mögliche Anpassungsmaßnahmen zu umreißen und zu prüfen, wie sich die Anpassung in die wichtigsten EU-Politiken einbeziehen lässt. Fundierte wissenschaftliche und wirtschaftliche Analysen müssen Grundlage dafür sein. Die umfassende Anpassungsstrategie soll dann 2013 anlaufen.

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang