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Wir stellen vor: Die österreichische Preisträgerin von JUVENES TRANSLATORES
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31.03.2009

Für eine 17-jährige Schülerin des Akademischen Gymnasiums in Graz ist der 3. April 2009 ein ganz besonderer Tag. Statt die Schulbank zu drücken, macht sie Brüssel unsicher. Obwohl – wie sicher fühlt man sich, wenn einem ein EU-Kommissar einen Preis überreicht und der nächste Programmpunkt "Pressekonferenz" heißt?

Mona Schönauer, die österreichische Siegerin des diesjährigen Übersetzungswettbewerbs Juvenes Translatores versucht, sich die Situation vorzustellen: "… [Zum Interview]

Sie können die Preisverleihung live mitverfolgen – am Freitag den 3. April finden Sie auf der Juvenes Translatores Website einen Webstreaming-Link.

    Wir stellen vor: Die österreichische Preisträgerin von JUVENES TRANSLATORES

    Interview:

    Das folgende Interview mit Mona Schönauer, der österreichischen Siegerin des diesjährigen Übersetzungswettbewerbes Juvenes Translatores, und ihrer Lehrerin, Maga. Maria Dilena, führte Ulrike Einspieler, Außenstelle der Generaldirektion Übersetzung (DGT).

     

    DGT: Werden Deine Hände bei der Preisverleihung zittern? Und wie siehst Du Deine erste Pressekonferenz?

    Mona: Ich bin ein bisschen nervös, denn es ist schon eine ungewohnte Situation. Und wie es mir bei der Pressekonferenz ergehen wird, weiß ich nicht. Obwohl, eine Journalistin von der Kleinen Zeitung hat mich ja schon interviewt.

    DGT: Wie bist Du auf die Idee gekommen, beim Wettbewerb mitzumachen?

    Mona: Gar nicht.

    Maga. Dilena: Mona musste erst überredet werden.

    Mona: Ich war eigentlich skeptisch und hab mir gedacht, ich hab sowieso keine Chance. Frau Professor Dilena hat zu mir gesagt, "Man kann bei dem Wettbewerb nicht verlieren, sondern nur gewinnen." und das hat mich überzeugt.

    DGT: Haben sich die SchülerInnen selbst gemeldet oder wie ist die Auswahl vor sich gegangen?

    Maga. Dilena: Ich habe mir überlegt, wer für diesen Wettbewerb geeignet sein könnte. Wichtig waren mir gute Sprachkenntnisse und ein gutes allgemeines Sprachgefühl. Außerdem wollte ich, dass aus jeder unserer vier Maturaklassen ein Schüler oder eine Schülerin mitmacht, was mir fast gelungen ist. Interessant auch die Sprachenpaare die gewählt wurden: Griechisch-Deutsch, Englisch-Deutsch und zwei Mal Französisch-Deutsch.

    DGT: Frau Magistra, was hat sie motiviert, mit Ihrer Schule an diesem Wettbewerb teilzunehmen, denn damit war doch sicher einiges an Aufwand und Mehrarbeit für Sie verbunden?

    Maga. Dilena: Für mich war es eine Chance, den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, sich mit anderen zu messen. Außerdem nutze ich gerne zusätzliche Angebote, die den regulären Unterricht nicht stören. Natürlich hat das Extraarbeit in meiner Freizeit bedeutet. Spannend war auch der Tag des Wettbewerbs selbst. Bis zuletzt habe ich gebangt, ob unser Server wohl funktionieren wird und die Texte tatsächlich elektronisch kommen. Aber es hat alles wunderbar geklappt.

    DGT: Mona, hast Du Dich speziell auf den Wettbewerb vorbereitet?

    Mona: Nein, eigentlich nicht. Ich bin ganz cool zum Wettbewerb hingegangen. Aber ich nehme in der Schule an einem DELF-Kurs [international anerkanntes Sprachdiplom für Französisch] teil und ich glaube, das hat mir geholfen.

    DGT: Was für ein Gefühl hattest Du nach dem Wettbewerb? Ist es gut gelaufen?

    Mona: Ich habe den Text schwierig gefunden, hatte aber ein gutes Gefühl. Obwohl, dass ich gewinnen würde, damit habe ich nicht gerechnet.

    DGT: Warum hast Du das Sprachenpaar Französisch-Deutsch gewählt?

    Mona: Weil ich die Sprache mag.

    Maga. Dilena: Französisch liegt ihr auch und sie hat einen großen Wortschatz.

    DGT: Was motiviert Dich zum Sprachenlernen?

    Mona: Ich möchte das Land gerne besuchen und wenn ich die Sprache kann, ist es leichter, Kontakte zu knüpfen und mich zurecht zu finden. Außerdem kann ich dann den Standpunkt der Menschen dort kennenlernen.

    DGT: Kannst Du Dir vorstellen später beruflich auch mit Sprachen zu arbeiten?

    Mona: Ich habe noch keine genauen Pläne. Vielleicht studiere ich Jus. Auf jeden Fall will ich weiter Sprachen lernen und am liebsten würde ich mit Erasmus nach Frankreich gehen.

    DGT: Wer begleitet Dich nach Brüssel?

    Mona: Meine Mutter, die zu ihrem Schreck festgestellt hat, dass ihr Pass abgelaufen ist. Aber es sollte sich ausgehen, dass sie rechtzeitig einen neuen bekommt.

    DGT: Dann danke ich Dir und Frau Maga. Dilena ganz herzlich für dieses Gespräch und wünsche Dir guten Flug und einen spannenden Aufenthalt in Brüssel.

    Links

    Pressemitteilung

    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang