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Bestandsaufnahme des weltweiten Drogenproblems
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13.03.2009

Die Kommission hat einen Bericht über die weltweiten illegalen Drogenmärkte veröffentlicht, der erstmals eine ausführliche Bestandsaufnahme über das globale Drogenproblem seit 1998 bietet. Der Bericht wurde am 10. März exklusiv in Wien im Rahmen einer Pressekonferenz in der Delegation der Europäischen Kommission präsentiert.

    Bestandsaufnahme des weltweiten Drogenproblems

    Unter großem Medieninteresse haben Lars-Erik Lundin, Leiter der Delegation und Carel Edwards, Leiter der Abteilung für Antidrogenpolitik der Generaldirektion Justiz, Freiheit und Sicherheit die Ergebnisse vorgestellt. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Drogenbekämpfungsmaßnahmen in den letzten zehn Jahren weltweit verstärkt wurden, insbesondere auf nationaler Ebene. Die Bemühungen um Hilfen für Drogenkonsumenten wurden ausgebaut; härtere Maßnahmen gegen Drogenhändler wurden verabschiedet – um nur zwei Beispiele zu nennen.

    Doch es gibt keine Anhaltspunkte, dass das weltweite Drogenproblem zwischen 1998 und 2007 geringer geworden wäre. Die Situation hat sich zwar in einigen reicheren Ländern verbessert, ist aber in ärmeren Staaten schlechter geworden. Die ernüchternde Bestandsaufnahme: Das weltweite Drogenproblem hat mehr oder weniger den gleichen Stand wie 1998. Die Lage ist eigentlich nur komplexer geworden.

    Paradoxer Weise sind im letzten Jahrzehnt die Preise für Drogen in westlichen Ländern um nicht weniger als 10 bis 30% gefallen, obwohl beispielsweise der Verkauf von Heroin und Kokain in einigen Staaten strenger bestraft wird. Auch gibt es keine Hinweise darauf, dass der Erwerb von Drogen schwieriger geworden wäre. In der Studie wurde ebenfalls festgestellt, dass sich besondere Maßnahmen zur Bekämpfung der Rauschgiftproduktion auf die Anbaugebiete auswirken. So wurde beispielsweise in den letzten zehn Jahren ein Teil der Kokainproduktion von Peru und Bolivien nach Kolumbien verlagert.

    Die Veröffentlichung des Berichts fällt mit der Hochrangigen Tagung der UN-Suchtstoffkommission (CND) zusammen, die vom 9. bis 13. März in Wien stattfindet. In dieser Woche soll eine neue politische Erklärung für den Zeitraum 2009-2019 verabschiedet werden.

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang