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"Europeana": Die digitale Bibliothek Europas
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22.11.2008

Über zwei Millionen Bücher, Landkarten, Aufnahmen, Fotografien, Archivdokumente, Gemälde und Filme aus Nationalbibliotheken und Kulturinstituten der 27 EU-Mitgliedstaaten werden unter www.europeana.eu abrufbar sein. Jeder, der sich für Literatur, Kunst, Wissenschaft, Politik, Geschichte, Architektur, Musik oder Kino interessiert, hat freien Zugang zu Europas größten Sammlungen und Meisterwerken über ein einziges virtuelles Bibliotheksportal, das in allen EU-Sprachen verfügbar ist.

    "Europeana": Die digitale Bibliothek Europas

    EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte: "Mit Europeana kombinieren wir Europas Wettbewerbsvorsprung in den Kommunikations- und Netztechnologien mit unserem reichen kulturellen Erbe. Europeana ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die Kultur im Zentrum der europäischen Integration steht."

    EU-Kommissarin Viviane Reding, zuständig für Informationsgesellschaft und Medien fügte hinzu: "Europeana ermöglicht eine Reise über Zeiten und Grenzen hinweg und regt zu neuen Gedanken darüber an, was unsere Kultur ausmacht. Mehr noch: sie verbindet Menschen mit ihrer Geschichte und – über interaktive Seiten und Werkzeuge – miteinander. Ich rufe nun alle europäischen Kulturinstitutionen, Verlage und Technologieunternehmen auf, Europeana mit weiteren digitalen Inhalten zu füllen. Europeana sollte allen Menschen die Gelegenheit bieten, interaktiv und kreativ ihr eigenes Stück europäischer Kultur zu schaffen und es mit anderen zu teilen. Mein Ziel ist, dass Europeana im Jahr 2010 mindestens 10 Millionen Objekte enthält."

    Im Jahr 2005 initiierte die Europäische Kommission in enger Zusammenarbeit mit den Nationalbibliotheken und anderen kulturellen Einrichtungen der Mitgliedstaaten sowie mit nachdrücklicher Unterstützung des Europäischen Parlaments Europeana. Diese digitale Bibliothek Europas wird von der European Digital Library Foundation betrieben, in der sich die wichtigsten europäischen Verbände von Bibliotheken, Archiven, Museen, audiovisuellen Archiven und kulturellen Einrichtungen zusammengeschlossen haben. Verwaltet wird Europeana von der niederländischen Nationalbibliothek, der Koninklijke Bibliotheek.

    Zu finden sind auf der Website von Europeana wichtige nationale Dokumente aus Staatsarchiven, so hat zum Beispiel das Institut National de l'Audiovisuel (Frankreich)

    80. 000 Rundfunksendungen geliefert, die das gesamte 20. Jahrhundert abdecken, angefangen mit einer Übertragung von den französischen Schlachtfeldern aus dem Jahr 1914. Darüber hinaus haben Nationalbibliotheken aus ganz Europa gedrucktes und handschriftliches Material beigesteuert, darunter digitalisierte Kopien der "großen" Bücher, die der Welt neue Ideen geschenkt haben.

    Von 2009-2010 werden im Rahmen des Europäischen Forschungsprogramms rund 69 Millionen Euro für die Forschung zu digitalen Bibliotheken bereitgestellt. Zusätzlich werden aus dem Teil "Informationsgesellschaft" des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation rund 50 Millionen Euro für die Verbesserung des Zugangs zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Europas bereitgestellt.

     

    Nähere Informationen zu Europeana:

    • Online-Bibliothek Europeana: www.europeana.eu
      Die multimediale Online-Bibliothek Europas wird ab Mitte Dezember für die Öffentlichkeit wieder zugänglich sein.

     

    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang