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Mobile Arbeitnehmer fördern Wirtschaft
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21.11.2008

Einem neuen Bericht zufolge gibt es keinen Grund, den westlichen EU-Arbeitsmarkt für Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedsländern weiterhin zu beschränken.

    Mobile Arbeitnehmer fördern Wirtschaft

    Nach den beiden letzten Erweitungsrunden im Jahr 2004 und 2007 war die Angst in einigen der EU-15 Länder groß, dass sich eine Schar billiger Arbeitnehmer über ihre Arbeitsmärkte ergießt. Die Löhne würden dadurch sinken, die Migration und auch die Arbeitslosigkeit würden steigen.

    Nun zeigt ein neuer Bericht, dass diese Sorgen unbegründet sind. Denn: Die Mobilität der Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedsstaaten hat sich positiv auf deren Wirtschaft ausgewirkt und hat einen beachtlichen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum geleistet. Ohne die einheimischen Arbeitnehmer nennenswert zu verdrängen oder deren Löhne sinken zu lassen.

    Weiters wurde beobachtet, dass sich die Freizügigkeit der Arbeitskräfte selbst reguliert. Die dringend benötigte Flexibilität geht in beide Richtungen: Die Arbeitnehmer gehen dorthin, wo Arbeitskräfte gebraucht werden. Und viele kehren wieder in ihr Herkunftsland zurück, wenn die Beschäftigungsbedingungen ungünstiger werden.

    Belgien, Dänemark, Deutschland und Österreich halten derzeit weiterhin Arbeitsmarktbeschränkungen gegenüber den acht mittel- und osteuropäischen Ländern aufrecht, die der EU im Jahr 2004 beigetreten sind. Den Arbeitnehmern aus Bulgarien und Rumänien verwehren allerdings mehr Länder den Zugang zu ihren Arbeitsmärkten. Mit einer Aufhebung der Beschränkungen könnten auch Probleme wie Schwarzarbeit und Scheinselbstständigkeit bekämpft werden, die immer dann auftreten, wenn Arbeitsmärkte abgeschottet werden.

    „Ich rufe die Mitgliedsstaaten auf, zu prüfen, ob die befristeten Beschränkungen der Freizügigkeit angesichts der in unserem heutigen Bericht vorgelegten Fakten noch immer notwendig sind“, sagt Vladimír ┼ápidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit.

    Die gegenwärtig in den westlichen EU-Ländern ansässigen Staatsbürger der osteuropäischen Beitrittsländer stellen einen Bevölkerungsanteil von 0,9 %. Im Jahr 2003 betrug dieser Anteil 0,4 %. Zum Vergleich: Der Bevölkerungsanteil von Bürgern aus nichteuropäischen Ländern stieg in den 15 alten Mitgliedstaaten von 3,7 % im Jahr 2003 auf 4,5 % in diesem Jahr.

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang