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Änderungen, um Steuerflucht zu verhindern
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13.11.2008

Ziel der Kommission ist es, durch das Ausdehnen der Besteuerung von Zinserträgen gesetzliche Schlupflöcher zu schließen und Steuerflucht zu verhindern.

    Änderungen, um Steuerflucht zu verhindern

    Seit Juli 2005 gilt die Zinsbesteuerungsrichtlinie. Mit ihr ist die einheitliche Besteuerung von Zinserträgen jeder Art innerhalb der europäischen Union geregelt worden. Doch bei der Überprüfung dieser Gesetzgebung hat sich herausgestellt, dass natürliche Personen die Vorschriften relativ leicht umgehen können. Dadurch werden die Staatshaushalte genauso benachteiligt wie die ehrlichen Bürgerinnen und Bürger, meint EU-Kommissar László Kovács, zuständig für Steuern und Zollunion.

    Die vorgeschlagenen Änderungen der Richtlinie betreffen daher eine ganze Reihe von Bereichen, in denen es bisher möglich war, der Zinsbesteuerung auszuweichen.

    In Zukunft sind Trusts und Stiftungen, die keinen karitativen Zweck verfolgen, genauso von der Zinsbesteuerungsrichtlinie betroffen wie Lebensversicherungen. Diese konnten bisher anstelle eines herkömmlichen Sparkontos verwendet werden, um die Zinsbesteuerungsrichtlinie zu umgehen. Auch Einkünfte aus Investmentfonds, die von in der EU ansässigen natürlichen Personen erzielt werden, sollen laut dem Änderungsvorschlag effektiv besteuert werden.

    Die Änderungsvorschläge ändern nichts am österreichischen Bankgeheimnis. Hier wird, genauso wie in Belgien und Luxemburg, von Anlegern aus anderen EU-Staaten automatisch eine Quellensteuer erhoben. Die Betroffenen können aber selber entscheiden: wollen sie die Erhebung der Quellensteuer oder den Austausch der sie betreffenden Informationen mit ihrem Heimatland.

    Links:

     

    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang