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Online-Einkaufen leicht gemacht
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08.10.2008

Die Europäische Kommission hat am 8. Oktober eine neue Verbraucherrechtsrichtlinie vorgelegt, die den Einkauf im Internet für Sie erleichtern soll. Laut dem Vorschlag werden Sie als VerbraucherIn vor Vertragsabschluß Anspruch auf eindeutige Informationen über Preise, Zusatzkosten und Gebühren bekommen. Der Vorschlag stärkt Ihre Rechte bezüglich der Widerruffristen, des Rückgaberechtes, der Erstattungsansprüche, der Nachbesserung, der Garantieleistungen sowie der missbräuchliche Vertragsklauseln.

    150 Millionen EU-BürgerInnen kaufen bereits im Internet ein, davon haben allerdings nur 30 Millionen Angebote im europäischen Ausland genutzt. Derzeit geben diese Konsumenten durchschnittlich 800 Euro für Ihre Einkäufe aus und demonstrieren somit das enorme Potential des Online-Shoppings. Ein neues Konzept soll die bisherigen unterschiedlichen Regelungen in ein einheitliches Gesetz bringen:

    • Der Gewerbetreibende hat den Kunden über wesentliche Produkteigenschaften, seine Anschrift und Identität, den Preis einschließlich der Steuern und alle Abgaben, sämtliche Versand-, Lieferung- und Zustellungskosten aufzuklären.
    • Der Gewerbetreibende muss binnen 30 Tagen nach der Vertragsunterzeichnung die Ware liefern. Bis zu dem Zeitpunkt der Lieferung trägt der Gewerbetreibende das volle Risiko bei Zerstörung oder Verlust. Bei Lieferverzug oder Nichtlieferung hat der Konsument das Recht auf Kostenerstattung innerhalb von 7 Tagen ab dem Lieferdatum.
    • Die Widerrufsfristen für Einkäufe im Internet, über Mobiltelefone, Katalogeinkäufe und unter Druck getätigte Einkäufe sollen 14 Tage betragen. Ein Standard-Widerrufsformular soll eine leichtere Handhabung gewährleisten.
    • Bei der Zustellung von fehlerhaften Produkten soll es auch eine einheitliche Regelung geben. So wird den Gewerbetreibenden die Möglichkeit zur Nachbesserung oder Ersatzlieferung gegeben. Sollte dies nicht geschehen muss es zu einer Minderung oder Erstattung des Kaufpreises kommen.
    • Die europäische Kommission arbeitet eine schwarze Liste missbräuchlicher Vertragsklauseln, die per se verboten sind, aus. Verbraucherschutz soll es auch vor aggressiven Verkaufsmethoden bei Käufen außerhalb von Geschäftsräumen und im Direkthandel geben.

     

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang