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EU vor Ort - EU-geförderte Projekte in Ihrer Nähe
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EU-Fördermittel unterstützen in ganz Österreich zahlreiche Projekte und Initiativen. Diese Landkarte zeigt eine Auswahl laufender oder bereits abgeschlossener Projekte in Ihrer Nähe aus der Förderperiode seit 2007, gefördert durch sechs EU-Programme. Durch Navigieren auf der Karte können Sie Projektdaten sowie weiterführende Informationen zu Projekten abrufen. Bei einigen Projekten stehen auch Projektfilme zur Verfügung. Unterhalb der Karte gibt es Erklärungen zu den Förderprogrammen. Viel Spaß beim Recherchieren.


Blau - EFRE

Gelb - FP7

Grün - LIFE+

Rot - ESF

Türkis - LEADER

Orange - KULTUR

Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Der EFRE ist einer der europäischen Strukturfonds. Ziel des EFRE ist die Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion in der Europäischen Union durch Abbau der Ungleichheiten zwischen den einzelnen Regionen. Der EFRE finanziert:

  • Direkte Hilfen bei Investitionen von Unternehmen (besonders kleiner und mittlerer Unternehmen) zur Schaffung von dauerhafter Beschäftigung;
  • Infrastrukturen, insbesondere im Zusammenhang mit Forschung und Innovation, Telekommunikation, Umwelt, Energie und Transport;
  • Finanzierungsinstrumente (Risikokapitalanlage, Fonds für regionale Entwicklung etc.) zur Unterstützung der regionalen und lokalen Entwicklung und zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Städten und Regionen;
  • Technische Hilfsmaßnahmen.

Die EFRE-Förderung wird in den EU-Mitgliedstaaten bzw. Bundesländern abgewickelt. Jedes Bundesland erstellt ein Operationelles Programm, in dem es Förderschwerpunkte festlegt. Bei den EFRE-Mitteln handelt es sich um Ko-Finanzierung, d.h. die EU fördert Projekte zu einem gewissen Prozentsatz. Die restlichen Mittel werden durch Bund, Land oder andere Träger zur Verfügung gestellt. In der aktuellen Förderperiode 2007-2013 standen insgesamt rund 680 Mio. EUR in Österreich zur Verfügung. Für den Zeitraum 2014-2020 ist der EFRE in Österreich mit rund 563 Mio. EUR ausgestattet.

Weitere Informationen:
Der EFRE auf den Webseiten der EU-Kommission
Länderprofil Österreich
Übersicht über Verwaltungsbehörden in Österreich
Informationen zum EFRE auf den Seiten des Bundeskanzleramtes

Europäischer Sozialfonds (ESF)

Der ESF ist der zweite Strukturfonds in Österreich. Er dient der Förderung der Beschäftigung in der EU. Er steht den Mitgliedstaaten zur Seite, wenn es darum geht, Europas Arbeitskräfte und Unternehmen für die neuen und globalen Herausforderungen zu rüsten. Finanziert werden u.a.:

  • Ausbildung und Berufsqualifizierung, um Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen bzw. Benachteiligungen abzubauen;
  • Projekte und Intitiativen zum demografischen Wandel auf dem Arbeitsmarkt;
  • Verbesserung der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen;
  • Verstärkte Anstrengungen zur sozialen Eingliederung durch Bekämpfung von Diskriminierung und Erleichterung des Zugangs zum Arbeitsmarkt für benachteiligte Menschen;
  • Förderung von Partnerschaften für Reformvorhaben im Bereich der Beschäftigung und bei der Eingliederung;
  • Maßnahmen zur Förderung von Investitionen in das Humankapital, insbesondere durch Verbesserung der allgemeinen und beruflichen Bildung.

Ähnlich wir der EFRE erfolgt die Projektabwicklung über die Mitgliedsstaaten bzw. Bundesländer. Hier gibt ein Operationelles Programm die Strategien zur Förderung im Mitgliedsstaat vor. Förderfähig sind Verwaltungen, NGOs, Berufsverbände, Sozialpartner usw., die Projekte und Initiativen rund um die oben genannten Themen fördern. In der Förderperiode 2007-2013 standen insgesamt rund 470 Mio. EUR in Österreich zur Verfügung. Im Zeitraum 2014-2020 ist der ESF mit rund 442 Mio. EUR ausgestattet.

Weitere Informationen:
Der ESF auf den Webseiten der EU-Kommission
ESF-Portal für Österreich

Siebtes Forschungsrahmenprogramm (FP7) - ab 2014: Horizont 2020

Die Forschungsrahmenprogramme der EU bündeln alle forschungsverwandten EU-Initiativen, die eine zentrale Rolle für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze spielen. Das FP7 wird zentral über die EU-Kommission abgewickelt. Die Ziele des RP7 sind in vier Kategorien eingeteilt:

  • Zusammenarbeit;
  • Ideen;
  • Menschen;
  • Kapazitäten.

Für Forschungsprojekte werden Konsortien aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen gebildet. Im Regelfall (Verbundprojekte, Exzellenznetze, Koordinierungsmaßnahmen) muss ein Konsortium aus mindestens drei unterschiedlichen, voneinander unabhängigen Rechtspersonen aus drei unterschiedlichen Mitglied- oder assoziierten Staaten bestehen.

Insgesamt standen in der Förderperiode 2007-2013 rund 50 Mrd. EUR EU-weit zur Verfügung. Bis Ende 2013 haben knapp 3.200 Teilnehmer aus Österreich rund 950 Mio. EUR an Fördergeldern aus dem FP7 erhalten. Österreich gehört mit einer Rückflussquote von rund 130% an FP7-Fördergeldern zu den erfolgreichsten Ländern in Europa.

Ab 2014 heißt das Forschungsrahmenprogramm der EU "Horizont 2020". Es setzt das bisherige 7. Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) fort und integriert zudem Teile des früheren Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) sowie erstmalig das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT). Damit steht die Schnittstelle zwischen Forschung und marktfähigen Innovationen für eine zukunftsorientierte und wettbewerbsfähige europäische Wirtschaft noch stärker im Fokus. "Horizont 2020" besteht aus drei zentralen Schwerpunkten: die Forschungsförderung von "Wissenschaftsexzellenzen", einer "führenden Rolle der Industrie" sowie von "gesellschaftliche Herausforderungen". Für den Zeitraum 2014-2020 stehen insgesamt 77 Mrd. EUR zur Verfügung

Weitere Informationen:
Das FP7 auf den Webseiten der EU-Kommission
Webseite der EU-Kommission zu Horizont 2020
Nationale Kontaktstellen zu FP7 und Horizont 2020 in Österreich
Länderprofil Österreich

LIFE +

LIFE+ ist das Förderinstrument der EU für Umweltschutzprojekte und –initiativen. Finanziert werden konkrete Umweltprojekte zur Erhaltung oder Renaturierung bestehender schützenswerter Habitate, sowie Studien, Analysen und Projekte zur Umweltbildung. Die Projekte werden direkt bei der Kommission in Brüssel abgewickelt und kofinanziert. Jedes Jahr können Projektvorschläge eingereicht werden.

Seit dem Start des Programms durch die EU-Kommission 1992 wurden in Österreich insgesamt 95 Projekte landesweit im Gesamtwert von 265 Mio. EUR durchgeführt. Die Kofinanzierung durch die EU betrug in diesem Zeitraum rund 108 Mio. EUR. Insgesamt standen für den Zeitraum 2007-2013 rund 2,1 Mrd. EUR EU-weit zur Verfügung. In der neuen Förderperiode 2014-2020 stellt LIFE+ rund 3.4 Mrd. EUR EU-weit bereit.

Weitere Informationen:
Das Life+ Programm auf den Webseiten der EU-Kommission
Länderprofil Österreich
Informationen auf den Webseiten des Lebensministeriums

LEADER

Leader ist das Förderinstrument der EU zur Entwicklung des ländlichen Raums. Ziele sind die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft, der Schutz der Umwelt und der ländlichen Gebiete, die Verbesserung der Lebensqualität und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft. Leader fördert Initiativen lokaler Aktionsgruppen. Dies sind Partnerschaften zwischen kommunalen, wirtschaftlichen und sozial engagierten Akteuren in der Region. Die EU-Finanzierung stammt dabei aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Projektabwicklung erfolgt in den Mitgliedsstaaten.

Für den Programmzeitraum (2007 – 2013) standen in Österreich rund 468 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung (EU, Bund, Land). Davon kamen 213 Millionen Euro aus dem ELER. Insgesamt stellte die EU zwischen 2007-2013 rund 5,5 Mrd. EUR für die ländliche Entwicklung bereit. Österreich verfügt über 86 Leader-Regionen, die entsprechend der Leader-Methode eine innovative, sektorübergreifende Entwicklung ihrer Region vorantreiben. Für den Zeitraum 2014-2020 wird die Förderung der ländlichen Entwicklung weitergeführt. Die großen Schwerpunkte des Programms bilden die Bereiche Umwelt und Investition sowie Kompetenz und Innovation.

Weitere Informationen:
Webseite der EU-Kommission zur Entwicklung und Förderung des ländlichen Raums
Übersicht zu LEADER im Netzwerk Land
Webseite des Lebensministeriums

KULTUR - ab 2014: Kreatives Europa

Hauptziel der EU-Kulturförderung ist es, die kulturelle Zusammenarbeit in Europa zu erleichtern und zu unterstützen, um dadurch das gemeinsame europäische Kulturerbe in den Vordergrund zu bringen. Das Programm bietet Unterstützungsmöglichkeiten für alle Kulturakteure. Damit trägt es zur Entwicklung der kulturellen Zusammenarbeit auf europäischer Ebene bei. Das Programm verfolgt drei spezifische Ziele:

  • Unterstützung der grenzüberschreitenden Mobilität von Menschen, die im Kultursektor arbeiten;
  • Unterstützung der grenzüberschreitenden Verbreitung von kulturellen und künstlerischen Werken und Erzeugnissen;
  • Förderung des interkulturellen Dialogs.

"Kultur" förderte zwischen 2007 und 2013 europaweit 2000 Projekte aus 37 Ländern mit 336 Millionen Euro. 91 Projekte wurden von österreichischen Kultureinrichtungen geleitet. Weitere 131 österreichische Organisationen waren als Partner an Projekten beteiligt. Österreich erhielt 23 Millionen Euro an EU-Zuschüssen, das entspricht einem Rückfluss von 302 Prozent.

Ab 2014 läuft die neue Kulturförderung der EU unter dem Programm "Kreatives Europa". Das neue EU-Programm CREATIVE EUROPE 2014-2020 führt die bisherigen EU-Förderprogramme "Kultur" und "MEDIA" zusammen. Kreatives Europa stellt über sieben Jahre 1,46 Mrd. Euro bereit. Das Programm:

  • schützt die kulturelle und sprachliche Vielfalt Europas und fördert seinen kulturellen Reichtum;
  • unterstützt die Kultur- und Kreativbranche bei der Anpassung an das digitale Zeitalter und die Globalisierung;
  • eröffnet neue internationale Chancen, Märkte und Zielgruppen;
  • baut auf dem Erfolg der Programme MEDIA, MEDIA Mundus und Kultur auf;
  • fördert die  Kulturhauptstädte Europas und das Europäische Kulturerbe-Siegel;
  • fördert die europäischen Preise für Literatur, Architektur, Kulturerbe, Kino und Rock- und Popmusik.

Weitere Informationen:
Webseite der EU-Kommission zum Programm Kultur
Übersicht der EU zum Programm Kreatives Europa
Nationaler Kontaktpunkt in Österreich

Letzte Aktualisierung: 08/10/2014  |Seitenanfang