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Leben in der EU
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Sie sind EU-BürgerIn und möchten gerne eine Zeit lang in einem anderen Mitgliedstaat leben oder arbeiten? Für alle, die es in die Ferne zieht, bieten die Rubriken „Arbeiten in Europa“ und „Studium“ Informationen über EU-Austausch- und Bildungsprogramme, die Ihnen bei der Verwirklichung Ihrer Pläne helfen.

Wenn Sie mobil und flexibel sind, bieten Ihnen die EU-Institutionen zahlreiche Karrierechancen, vom Praktikum über die Anstellung auf Zeit bis hin zur Beamtenlaufbahn.

 

Leben und Arbeiten in der Europäischen Union

Der Wunsch der Menschen, sich innerhalb Europas über Landesgrenzen hinweg frei bewegen zu können, spielte bei der Gründung der Union eine wichtige Rolle. Heute, nach der Abschaffung der Grenzkontrollen an den meisten Binnengrenzen, können Sie sich innerhalb Europas so frei bewegen, wie innerhalb Österreichs. Sie haben das Recht, in einem anderen Mitgliedstaat zu leben, zu arbeiten oder Ihre Pension zu genießen. Das ist einer von zahlreichen konkreten Vorteilen der Unionsbürgerschaft.

Bevor Sie die Entscheidung treffen, eine Zeit lang - oder für immer - in einem anderen EU-Land zu leben, zu arbeiten oder zu studieren, werden Sie sich einen Überblick über die Wohn- und Arbeitssituation in den in Frage kommenden Ländern verschaffen wollen.

Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie auf dem Online-Portal Ihr Europa. 
Allgemeine Leitfäden und länderspezifische Merkblätter können Sie über die Europedirect-Informationszentren anfordern.

Antworten auf praktische, rechtliche und verwaltungstechnische Fragen gibt das Internet-Portal für berufliche Mobilität „EURES“ (EURopean Employment Services). Hier finden Sie nützliche Informationen zu Wohnungssuche, Lebenshaltungskosten oder Sozialgesetzgebung. Außerdem können Sie bei „EURES“ Arbeitsmarktdaten nach Ländern, Regionen und Wirtschaftssektoren gegliedert abrufen und sich so einen Überblick über die Arbeitsmarktlage im EU-Land Ihrer Wahl verschaffen.

Wenn Sie Ihr Recht auf "Freizügigkeit" (so lautet der Fachausdruck für den freien Personenverkehr) in Anspruch nehmen, stellt sich sehr schnell auch die Frage nach der sozialen Absicherung. Ziehen Sie in ein anderes Land innerhalb der EU, sind sie entsprechend versichert. Dafür sorgen EU-weit geltende Rechtsvorschriften, die die nationalen Sozialversicherungssysteme der Mitgliedstaaten koordinieren.

Für Staatsangehörige der 2004 und 2007 beigetretenen Länder gelten allerdings in Österreich und einigen anderen Mitgliedsstaaten noch Übergangsregelungen .

Allgemeine Informationen zu Aufenthaltsrecht, Beschäftigung und Gleichbehandlung finden Sie auf den Websites der Generaldirektionen Beschäftigung,Soziales und Chancengleichheit, Justiz und Inneres sowie Binnenmarkt.

Sollten Sie trotzdem auf konkrete Probleme stoßen, können Sie sich an den Wegweiserdienst für die Bürger "Ihr Europa - Beratung" (Your Europe Advice) wenden. Hier erhalten Sie kostenlose individuelle Beratung über Ihre Rechte und praktische Ratschläge, wie sie sie durchsetzen.

Arbeitssuche im EU-Ausland

Sie sind auf Stellensuche? Dann können Sie das jetzt europaweit mit dem Job-Portal der Europäischen Arbeitsverwaltungen EURES (EURopean Employment Services) tun. Auf diesem Portal finden Sie ein breites Spektrum an Stellen- und Ausbildungsangeboten und unbefristeten sowie befristeten Stellenausschreibungen aus allen EU-Mitgliedsländern.

Damit Sie Ihre eigenen Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen gut und im europäischen Kontext vergleichbar präsentieren können, gibt es den so genannten "Europass".  Der Europass Mobilität z. B. dokumentiert Ihre im Ausland gemachten Lernerfahrungen. Der Europass Diplomzusatz und die Europass Zeugniserläuterung sorgen für mehr Transparenz bei Berufs- und Studienabschlüssen.

Wenn Sie sich für einen Job bei den EU-Institutionen interessieren, finden Sie alles Wissenswerte hier.

Studium

Noch nie war Studieren in einem anderen EU-Mitgliedsland so einfach wie heute: Das Zauberwort heißt Bologna-Prozess. Ende der 90er Jahre einigten sich 29 europäische BildungsministerInnen auf eine Reform der europäischen Hochschullandschaft, um die europäischen Hochschulsysteme vergleichbarer und international attraktiver zu machen. Die Reform mündete in die neue zweistufige Studienstruktur (Bakkalaureats- bzw. Bachelorstudium und darauf aufbauend das Magister- bzw. Masterstudium) und die Einführung des so genannten ECTS, einem Leistungspunktesystem, mit dem an verschiedenen Universitäten erbrachte Leistungen verglichen werden können.

Für welche Universität Sie sich entscheiden, liegt heute ganz bei Ihnen. Innerhalb der EU ist jede Universität verpflichtet, Sie zu denselben Bedingungen aufzunehmen wie eigene Staatsangehörige. Um an der gewünschten Einrichtung zu studieren, müssen Sie dort eingeschrieben sein und nachweisen, dass sie krankenversichert und in der Lage sind, für Ihren Lebensunterhalt selbst aufzukommen.

Über das Programm ERASMUS werden Stipendien für Studienaufenthalte zwischen drei und zwölf Monaten vergeben. Das Programm soll die Qualität der Universitäten verbessern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördern. Für Sie persönlich bedeutet ERASMUS, dass die Studienangebote im EU-Ausland transparenter werden und Ihre an einer fremden Universität erbrachten Leistungen an Ihrer Stammuniversität in den meisten Fällen problemlos anerkannt werden.

Die bilaterale Ausrichtung ist auch bei den ERASMUS-MUNDUS-Masterstudiengängen ein wesentlicher Aspekt. Diese Studiengänge sehen Studienabschnitte an mindestens zwei Hochschuleinrichtungen in verschiedenen Ländern vor. Die kooperierenden Universitäten stimmen ihr Lehrangebot aufeinander ab und Sie schließen mit einem Doppel- oder Mehrfachdiplom ab.

Seit 1987 haben bereits mehr als 1,2 Millionen Studierende ein ERASMUS-Stipendium erhalten. Derzeit beteiligen sich 2199 Universitäten in 31 Ländern am ERASMUS-Programm.

ERASMUS ist ein Unterprogramm des Programms Lebenslanges Lernen.


Weitere Links:

Nationalagentur für Österreich Lebenslanges Lernen

Ploteus – Europäisches Portal für Aus- und Weiterbildung

Study in Europe

Jean Monnet-Lehrstuhl für Europarecht - Universität Wien

Jugend

Derzeit leben 75 Millionen junge Menschen (15-25 Jahre) in der EU. Die demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Europa wird das Verhältnis zwischen den Generationen in den nächsten Jahrzehnten qualitativ und quantitativ verändern. Daher ist es wichtig, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich und ihre Ideen und Vorstellungen in die Gesellschaft einzubringen.

Die Jugend ist ganz selbstverständlich mobil und fühlt sich überall in Europa zu Hause.

Um diesem Mobilitätsdrang Rechnung zu tragen, wurde das Programm JUGEND IN AKTION 2007-2013 eingerichtet. Es wendet sich an junge Menschen von 13-30 in den Mitgliedstaaten und in Drittländern. Das Programm ist mit 915 Mio EUR dotiert, wird weitgehend dezentral durchgeführt und umfasst fünf Aktionen ("Jugend für Europa", „Europäischer Freiwilligendienst", „Jugend für die Welt", "Unterstützungssysteme für die Jugend" und „Unterstützung der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich").

Als Nationalagentur für das Programm "Jugend in Aktion" in Österreich fungiert das Interkulturelle Zentrum in Wien.

Weitere Links:

Europäisches Jugendportal

Jugend Webseite der Europäischen Kommission

Eurodesk

Letzte Aktualisierung: 03/02/2014  |Seitenanfang