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Verbietet die EU den Bauern den Verkauf von Heilkräutern und Tees?
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Irreführende Medienberichte verunsichern die KonsumentInnen. Es wird berichtet, dass den heimischen Bauern ein Verkaufsverbot von Kräutern bevorsteht und dass gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht mehr ausgewiesen werden müssen. Das stimmt nicht!

    Der Begriff "Codex Alimentarius" bezeichnet eine Kommission der Vereinten Nationen zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit. Dieses Gremium hat bereits 2003 Richtlinien für die Risikoanalyse gentechnisch veränderter Lebensmittel ausgearbeitet, die für die 169 Mitgliedsländer des Codex, darunter auch die EU-Mitgliedstaaten, gelten.

    Darin werden die Sicherheitsbewertung vor der Vermarktung, die Rückverfolgbarkeit sowie das Monitoring nach der Vermarktung geregelt. Die Kennzeichnung von Lebensmitteln wird ausdrücklich als wichtige Maßnahme des Risikomanagements beschrieben.

    Es wird in der Richtlinie angeregt, eine Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten auch auf internationaler Ebene einzuführen. Dazu hat es mehrere Arbeitssitzungen gegeben und die Mitglieder des Codex wurden aufgefordert ihre Stellung abzugeben.

    In einem Positionspapier vom September 2008 hat die Europäische Kommission, die die EU in den Codex-Arbeitsgruppen vertritt, eine eindeutige Befürwortung für eine klare Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten abgegeben. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Kommission zum Thema Lebensmittelsicherheit.

    Es entspricht daher keineswegs den Tatsachen, dass die Europäische Kommission im Rahmen des "Codex Alimentarius" dafür plädiert, die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten aufzuheben. Die Tendenz geht – auch dank der EU – dahin, die Kennzeichnung auch auf internationaler Ebene, also auch in Nicht-EU-Ländern, verpflichtend zu machen!

    Weiters ist auch keinerlei Verbot des Verkaufs von Heilkräutern, Bioprodukten oder alternativen Heilmitteln wie beispielsweise den Schüssler-Salzen geplant. Weder von der EU noch im Rahmen des "Codex Alimentarius".

    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang