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"Die in Brüssel regeln sogar die Gurkenkrümmung"
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Stimmt nicht.

Die Gurkenkrümmung ist in Österreich bereits seit 1968 - also lange vor dem EU-Beitritt - geregelt. Diese und ähnliche Normen aus dem Agrarbereich gehen auf internationale Vereinbarungen zurück, mit dem Ziel einer besseren Vermarktung für bestimmte Obst- und Gemüsearten. Die Gurkenkrümmung stammt im übrigen gar nicht von EU-Beamten, sondern eigentlich von der UN-Wirtschaftskommission.

Ab Juli 2009 feiert die krumme Gurke ein Comeback: Regeln über die Größe und Form von Obst und Gemüse werden der Vergangenheit angehören, nachdem die EU-Mitgliedstaaten am 12. November 2008 über die Vorschläge der Kommission abgestimmt haben, spezifische Vermarktungsnormen für die Gurke sowie 25 weiteren Arten von Obst und Gemüse aufzuheben. Die Initiative der Kommission, diese Normen abzuschaffen, ist ein wichtiges Element der laufenden Bemühungen, die EU-Regeln zu straffen und zu vereinfachen sowie die Bürokratie abzubauen.

Einige Länder, darunter auch Österreich, haben die Abschaffung nicht nur begrüßt. Was öffentlich so stark kritisiert wurde, hatte ihrer Ansicht nach durchaus seinen Sinn. Im Fall der Gurke wurde argumentiert, dass diese Regelung hilft, das Transportvolumen deutlich zu reduzieren. Denn die bevorzugten geraden Gurken benötigen naturgemäß weniger Platz im Lkw oder Container als gekrümmte.

Pressemitteilung IP/08/1694 zur Abschaffung der Regeln über die Größe und Form von Obst und Gemüse

Die EU-Gurkenkrümmung: "Dichtung und Wharheit" (Österreichische gesellschaft für Europapolitik)

    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang