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EU will Finanzhilfe für Atomkraft
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17.04.2012

Stellungnahme vom Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, Richard Kühnel, zu dem am 14. April in der Kronen Zeitung erschienenen Artikel "EU will Finanzhilfe für Atomkraft: Wir sollen bei Temelín mitzahlen"

    An die Kronenzeitung
    Herrn Christoph Dichand
    Chefredakteur
    Muthgasse 2
    1190 Wien


    Betrifft: Artikel "EU will Finanzhilfe für Atomkraft: Wir sollen bei Temelín mitzahlen" vom 14. April in der Kronenzeitung


    Sehr geehrter Herr Chefredakteur,

    Leider sehe ich mich wiederum zu einer Stellungnahme in Bezug auf ihre EU-Berichterstattung veranlasst.

    Auf der Titelseite Ihrer Samstagsausgabe schreiben sie "EU will Finanzhilfe für Atomkraft". Diese unwahre Aussage wird zwar im Blattinneren relativiert. Richtig ist jedoch, dass die Europäische Kommission gegenwärtig an keinerlei Co-Finanzierung von atomar produzierter Energie beteiligt ist. Laut kürzlich erstelltem EU-Energiefahrplan 2050 sollen vielmehr erneuerbare Energieträger künftig eine zentrale Rolle spielen. Schließlich wird die Kommission dieses Jahr noch die Resultate der AKW-Stresstests präsentieren – nukleare Sicherheit und nicht die Finanzierung von Atomkraft steht für uns im Vordergrund!

    Ich würde mich freuen, wenn Sie im Sinn einer ausgewogenen Berichterstattung meinen Stellungnahmen in ihrer Rubrik "Leserbriefe" Platz bieten könnten.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Richard Kühnel,
    Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich

    Letzte Aktualisierung: 17/04/2012  |Seitenanfang