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Stellungnahme zur Herkunftsbezeichnung von "Krainer Wurst"
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13.04.2012

Richard Kühnel, Vertreter der EU Kommission in Österreich, nimmt Stellung zu österreichischen Medienberichten rund um die Herkunftsbezeichnung von "Krainer Wurst".

    "Entgegen Ihrer Darstellung ist es nicht die Europäische Union, die hier irgendeine Bezeichnung "verbieten" möchte. Vielmehr hat ein Mitgliedsstaat, Slowenien, einen Antrag gestellt, die Ursprungsbezeichnung  "Kranjska Klobasa" schützen zu lassen.

    Dieser Antrag kann nun von den anderen Mitgliedsstaaten innerhalb von sechs Monaten beanstandet werden. Die Rolle der EU-Kommission beschränkt sich darauf, den Antrag im Streitfall zu prüfen und gegebenenfalls auch abzulehnen, wenn die Bedingungen für eine Registrierung nicht erfüllt sind. Zu diesem Zweck wird eine Expertenkommission der betroffenen Mitgliedsstaaten einberufen. Das Verfahren setzt also auf größtmöglichste Transparenz!

    In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass Österreich selbst 14 Geschützte Ursprungsbezeichnungen und Geographische Angaben führt. Diese reichen vom Mostviertler Birnmost, über den Marchfeldspargel, bis zum Steirischen Kürbiskernöl.

    Da also auch viele österreichische Bauern und Produzenten von den europäischen Schutzmarken profitieren, wäre es schade und schädlich, wenn diese jetzt pauschal in Verruf geraten. Es wird letztlich an Slowenien und Österreich liegen, bei der Käsekrainer eine Einigung zu finden, die beide Seiten zufriedenstellt. Als gebürtiger Grazer bin ich selbst sehr interessiert, dass dies auch gelingt!"

    Letzte Aktualisierung: 13/04/2012  |Seitenanfang