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31/10/14

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REGION DER WOCHE: NORTE (PORTUGAL)

Norte (Portugal)

06/06/2011

Welche Prioritäten verfolgt die Region?

In der im Norden Portugals gelegenen Region Norte leben 3,7 Millionen Menschen. Im Jahr 2009 beträgt das BIP pro Einwohner 65 % des Gemeinschaftsdurchschnitts (EU 27) und liegt damit 3 Prozentpunkte über dem BIP von 2006. Das relative Gewicht der Region in der nationalen Wirtschaft ist von 27,7 % des portugiesischen BIP im Jahr 2006 auf 28,4 % im Jahr 2009 angestiegen. Die Region hat dazu beigetragen, die wirtschaftliche Rezession zu verzögern und deren Intensität in den Jahren 2008 und 2009 zu mindern.

Das oberste Ziel der Region ist die Entwicklung des Fremdenverkehrs, um Auslandinvestitionen anzuziehen und zusätzliche Einkommensquellen für die ländlichen Gebiete zu schaffen. Darüber hinaus möchte sie ihr regionales Innovationsnetz, vor allem was Unternehmen betrifft, ausbauen, und die Rolle der Städte als Katalysatoren der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region stärken.

Wie hilft die EU-Regionalpolitik?

Das von der Europäischen Union von 2007-2013 unterstützte Regionalprogramm umfasst Mittel in Höhe von 2,7 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Programm rankt sich um fünf Schwerpunktbereiche:

  • Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wissensförderung: Ziel ist es, das Gewicht der innovativen Unternehmen in der regionalen Wirtschaft zu erhöhen.
  • Wirtschaftliche Nutzung spezifischer Ressourcen: Hier geht es darum, die Vorteile der Region, wie Tourismus, Fischerei, Schiffsbau sowie Kultur und Kreativität, besser zu nutzen.
  • Verbesserung der Umweltsituation und der regionalen Leistungsfähigkeit: Dieser Schwerpunkt betrifft zum Beispiel die Verhütung von Naturkatastrophen und technologiebedingten Gefahren, die Behandlung von urbanen Abfällen, die Verbesserung der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, Bildungsangebote, Sportaktivitäten und die Gesundheitsversorgung.
  • Entwicklung des Städtesystems: Die Investitionen zielen insbesondere auf die Verbesserung der städtischen Mobilität (Mikrologistik, Unterstützung öffentlicher Verkehrsmittel).
  • Governance und Steigerung der Leistungsfähigkeit der Institutionen: Hier geht es beispielsweise um die verstärkte Nutzung neuer Technologien in der öffentlichen Verwaltung.

 

Circa 20 % der Mittelzuwendungen gingen bisher an die Projektträger. Die Region ist auch in verstärktem Maße an grenzüberschreitenden Projekten mit der spanischen Nachbarregion Galicia beteiligt (Operationelles Programm Spanien-Portugal).

Projektbeispiele

  • 2009 wurde das Internationale iberische Laboratorium (INL) in Braga eingeweiht. Es ist das erste internationale Zentrum für europäische Forschung im Bereich Nanowissenschaft und Nanotechnologie. Das Zentrum wurde von Spanien und Portugal gegründet und erhält im Zeitraum 2007-2013 Mittel in Höhe von 31 Millionen Euro aus dem EFRE.
  • Die U-Bahn von Porto: Im Zeitraum 2000-2006 hat die Regionalpolitik zum Bau von 57 km U-Bahn-Gleisen, 37 neuen oberirdischen U-Bahn-Bereichen und 11 unterirdischen Haltestellen sowie zur Renovierung von 10 Haltestellen beigetragen (316 Millionen Euro aus dem EFRE und dem Kohäsionsfonds). In einer nächsten Etappe soll die Linie Dragão-Fânzeres ausgebaut werden (79,8 Millionen Euro Fördermittel aus dem EFRE im Zeitraum 2007-2013).
  • Das Europäische Institut für Tissue engineering und regenerative Medizin befindet sich in Guimarães. Dort erforschen 125 Wissenschaftler aus 20 Ländern neue Technologien und Behandlungstherapien für Patienten (3,19 Millionen € aus dem EFRE). Das Projekt war unter den Finalisten der Preise RegioStars 2011.

 

Weitere Informationen

Operationelles Programm „Norte“
http://www.novonorte.qren.pt/
http://www.ccdrn.pt/