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EU-Kommission will ehemalige Beschäftigte der manroland AG in Deutschland mit 5,3 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds unterstützen

13/09/2012

Die Europäische Kommission hat heute vorgeschlagen, Deutschland 5,3 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) zu gewähren, um 2103 ehemalige Beschäftigte des Druckmaschinenherstellers manroland AG und von dreien seiner Tochtergesellschaften und Zulieferer zu unterstützen.

Mit diesem Geld wird ein Maßnahmenpaket mitfinanziert, mit dem diese Arbeitskräfte bei der Suche einer neuen Stelle unterstützt werden sollen. Der Vorschlag wird jetzt dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat zur Genehmigung vorgelegt.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, erklärte: „Mit dem Vorschlag, 5,3 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds bereitzustellen, wird über 2000 bei der manroland AG und ihren Tochtergesellschaften und Zulieferern entlassenen Arbeitskräften dabei geholfen, sich auf neue Beschäftigungsmöglichkeiten in vielversprechenderen Branchen vorzubereiten.“

Deutschland beantragte EGF-Unterstützung für 2284 Arbeitskräfte, die bei der manroland AG und bei drei ihrer Tochtergesellschaften und Zulieferer entlassen wurden. Davon können 2103 an den Maßnahmen teilnehmen. Das Paket soll den Arbeitskräften helfen, denen Qualifizierungsmaßnahmen, Existenzgründerberatungen, Stellenresearch sowie Beratung und Betreuung bei Arbeitsaufnahme und bei Arbeitslosigkeit angeboten werden. Ferner enthält das Paket eine Beihilfe für die Arbeitssuche („Transferkurzarbeitergeld“) und einen Aktivierungszuschuss, der es entlassenen Arbeitskräften leichter machen soll, eine schlechter bezahlte Stelle anzunehmen.

Von den Entlassungen betroffen sind drei relativ unterschiedliche Gebiete: Augsburg (Bayern), Offenbach (Hessen) und Plauen (Sachsen). Plauen in Ostdeutschland hat weniger Einwohner, diese sind allerdings stärker von Sozialleistungen abhängig.

Die Kosten für das Paket werden mit insgesamt etwa 10,7 Mio. EUR veranschlagt; davon soll aus dem EGF nahezu die Hälfte – also 5,3 Mio. EUR – beigesteuert werden, der Mitgliedstaat übernimmt den Rest.