OLAF verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Export Promotion Bureau (EPB) in Bangladesch

PRESSEMITTEILUNG Nr. 6/2012                                                                        
10. Dezember 2012

 
Verstärkte operative Zusammenarbeit bildet den Schwerpunkt einer neuen Vereinbarung über administrative Zusammenarbeit zwischen  OLAF und dem EPB, die von beiden Behörden am 7. Dezember in Brüssel unterzeichnet wurde. Ziel der neuen Vereinbarung ist die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Behörden, die im Rahmen der OLAF-Konferenz „Working Together to Fight Fraud“ gemeinsam mit dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) und den benachbarten Partnern wie Bangladesch im Januar 2011 in Kuala Lumpur (Malaysia) beschlossen worden war.

Shubhashish Bose, der stellvertretende Vorsitzende des EPB, stattete  OLAF einen zweitägigen Besuch ab. Der Besuch zielte vor allem darauf ab, die bestehende Zusammenarbeit zwischen dem EPB und  OLAF durch die Weiterentwicklung des Informationsaustauschs zwischen den beiden Behörden auszubauen sowie eine neue Vereinbarung zu unterzeichnen. „Die Vereinbarung ist ein ausgezeichnetes Mittel zur Vertiefung unserer bereits hervorragenden Beziehungen zu OLAF. Unser Ziel ist es, noch enger mit  OLAF zusammenzuarbeiten, um jegliche betrügerischen Tätigkeiten zu bekämpfen“, sagte Shubhashish Bose während seines Besuchs.

Die neue Kooperationsvereinbarung zwischen  OLAF und dem EPB ermöglicht es den beiden Behörden, während des gesamten Untersuchungsprozesses enger zusammenzuarbeiten und dabei zügiger und gezielter Informationen auszutauschen. Zudem können Untersuchungsbeauftragte gemeinsame Ermittlungen durchführen, wenn die finanziellen Interessen der Europäischen Union und Bangladeschs auf dem Spiel stehen. Ferner dient die Vereinbarung den beiden Behörden als Grundlage für den Austausch von Personal und die Zusammenarbeit bei Schulungen.

Das EPB ist für die Ausstellung von Präferenzursprungsnachweisen zuständig, die vor allem Textilien (d. h. Stangenkonfektion), die mehr als 75 % der Ausfuhren Bangladeschs ausmachen, einen zollfreien Zugang zu den europäischen Märkten gewähren. Dieser Vorteil wird Bangladesch wegen seines Status als eines der am wenigsten entwickelten Länder gewährt. Durch den zollfreien Zugang wird Bangladesch anfällig für betrügerische Tätigkeiten in diesem Sektor, insbesondere in Form von Falschanmeldungen von Waren aus China, durch die Straftäter den 12%-igen Steuersatz auf Textilien aus China umgehen können.

 OLAF hat in den vergangenen Jahren zusammen mit dem EPB erfolgreich eine Reihe von Ermittlungen in vergleichbaren Betrugsfällen durchgeführt. Das EPB führt derzeit ein neues automatisiertes System für die Ausstellung von Präferenzursprungsnachweisen ein, das von der EU und von Bangladesch kofinanziert wird.

OLAF
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) hat einen dreifachen Auftrag: Erstens schützt es die finanziellen Interessen der Europäischen Union durch die Untersuchung von Betrug, Korruption und anderen rechtswidrigen Handlungen. Zweitens untersucht es schwerwiegende Handlungen von Mitgliedern und Bediensteten der EU-Organe und -Einrichtungen im Zusammenhang mit der Ausübung der beruflichen Tätigkeit, die disziplinarische oder strafrechtliche Verfahren nach sich ziehen können. Schließlich unterstützt es die Europäische Kommission bei der Konzeption und Umsetzung von Strategien zur Verhütung und Aufdeckung von Betrug.

Weitere Auskünfte erteilt:

Pavel BORKOVEC
Sprecher (geschäftsführend)
Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF)
Tel.: +32 229-67200
E-Mail: olaf-media@ec.europa.eu
http://ec.europa.eu/anti_fraud/index_de.htmAlle verfügbaren Übersetzungen.

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Letzte Aktualisierung: 28/04/2015