2. Internationale Konferenz zum Schutz des Euro gegen Fälschung (Euro-Konferenz 2011)

OLAF /11/17
2. Dezember 2011

Den Haag, Niederlande

Die 2. Internationale Konferenz zum Schutz des Euro gegen Fälschung (Euro-Konferenz 2011) wurde von der Europäischen Kommission/OLAF, der Europäischen Zentralbank und Europol* gemeinsam veranstaltet.

Die Konferenz fand vom 23. bis 25. November 2011 am neuen Hauptsitz von Europol in Den Haag statt und diente dem Ziel, vorhandenes Wissen zu vertiefen und neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden, Gerichten und Bankaufsichtsbehörden zu beschreiten. Es wurden zwölf Workshops angeboten zu den Themen Strafverfolgung sowie rechtliche, gerichtliche und technische Fragen im Zusammenhang mit dem Schutz des Euro gegen Fälschung.

Fast 10 Jahre, nachdem Euromünzen und -scheine in Umlauf gebracht wurden, ist der Euro weltweit präsent und wird als stabile und sichere Weltwährung betrachtet. Dank dieser positiven Entwicklung ist der Euro auch für Fälscherbanden innerhalb und außerhalb der Europäischen Union interessant geworden.

„Wie wichtig es ist, den Euro zu schützen, kann gar nicht überschätzt werden. Dies ist eine gemeinsame Verantwortung der EU-Mitgliedstaaten und der Organe der Europäischen Union. Gegen Fälschungen kann nur im Wege einer effizienten internationalen Zusammenarbeit wirksam vorgegangen werden – deshalb freuen wir uns sehr, diese Konferenz auszurichten“, sagte Michel Quillé, stellvertretender Direktor von Europol.

An der Konferenz nahmen 170 Teilnehmer aus 44 Ländern und von 8 internationalen Organisationen teil. Die anwesenden Fachleute diskutierten u.a. über internationale Zusammenarbeit, Rechtsetzungsvorschriften, Schulung und allgemeine technische Fragen.

Im Mittelpunkt der Schlussfolgerungen der Konferenz stand der erfolgreiche Schutz des Euro gegen Fälschung sowie die Notwendigkeit, in der Wachsamkeit gegenüber immer wieder neuen Bedrohungen und hochspezialisierten kriminellen Verfahren niemals nachzulassen. Ein weiteres Ergebnis der Konferenz war der Wunsch nach einer Vereinheitlichung der Strafverfahren innerhalb und außerhalb der EU, gerade im Hinblick auf den möglichen Einsatz bestimmter Ermittlungsmethoden(verdeckte Ermittler, kontrollierte Lieferungen und fiktive Käufe).

Der Generaldirektor des OLAF, Giovanni Kessler, hob den Erfolg des europäischen Rahmens für den Schutz des Euro sowie die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Organen und den nationalen Behörden in diesem Bereich hervor. Ferner wies er darauf hin, dass die Europäische Kommission/OLAF weiterhin den Schutz des Euro durch Förderung entsprechender Rechtsetzung und geeigneter Schulungen unterstützten werden.

Der Direktor „Banknoten“ der Europäischen Zentralbank, Ton Roos, unterstrich das Engagement der EZB für die Sicherheit des Euro und rief alle Teilnehmer auf sicherzustellen, dass die Schlussfolgerungen der Konferenz vollständig umgesetzt werden.

Die Konferenz wurde von Europol, der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Kommission im Wege des Pericles-Programms kofinanziert.

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* Am 12. Juli 2005 wurde Europol durch Beschluss des Rates als Zentralstelle der Europäischen Union zur Bekämpfung der Euro-Fälschung gemäß Artikel 12 bis 15 des Internationalen Abkommens zur Bekämpfung der Falschmünzerei (Genfer Abkommen von 1929) benannt. Im Rahmen seiner Aufgaben und Kompetenzen erleichtert Europol den Informationsaustausch, liefert kriminaltechnische Analysen und bietet finanzielle und technische Unterstützung. Europol arbeitet eng mit den nationalen Zentralstellen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank, der Europäischen Kommission (OLAF) und ICPO-Interpol zusammen, um Gefahren im Zusammenhang mit der Euro-Fälschung zu bekämpfen und die Erkenntnisgewinnung, Analyse und Schulung im diesem Bereich der organisierten Kriminalität zu koordinieren. Europol war in der Vergangenheit an verschiedenen Maßnahmen beteiligt, die zur Aufdeckung von Fälscherwerkstätten und der Beschlagnahme großer Mengen von Euro-Banknoten führten; seine Fachleute führen regelmäßig Schulungen durch.

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Pavel BOĊ˜KOVEC
Sprecher des Europäischen Amtes
für Betrugsbekämpfung (OLAF)
Tel.: + 32 2 296 72 00
E-Mail: olaf-media@ec.europa.eu
http://ec.europa.eu/ anti_fraud/index_de.htm

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Letzte Aktualisierung: 07/05/2012