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Dem OLAF obliegt die Koordinierung der Betrugsbekämpfung auf EU-Ebene. Dabei arbeitet es eng mit den entsprechenden nationalen Stellen innerhalb und außerhalb der EU zusammen, darunter Polizei, Zoll und Justizbehörden. So sollen ein rascher Informationsaustausch und umgehende Folgemaßnahmen sichergestellt werden.

Koordinierungsstelle für die Betrugsbekämpfung (AFCOS)

Was ist eine AFCOS?

Eine AFCOS (Anti-Fraud Coordinating Service – Dienst zur Koordinierung der Betrugsbekämpfung) ist eine operativ unabhängige nationale Behörde, die für den Schutz der finanziellen Interessen der EU vor Betrug zuständig ist. Sie koordiniert den Informationsaustausch zwischen der jeweiligen nationalen Betrugsbekämpfungsbehörde und dem OLAF.

Alle Länder, die der EU 2004 bzw. 2007 beigetreten sind, mussten vor ihrem Beitritt eine AFCOS einrichten. Alle offiziellen BeitrittsländerAlle verfügbaren Übersetzungen. müssen ebenfalls eine solche einrichten und haben sich dazu in ihren jeweiligen nationalen Programmen zur Annahme des EU-Rechts verpflichtet.

Was tut eine AFCOS?

Eine AFCOS ist eine nationale Kontaktstelle für die Betrugsbekämpfung in jedem neuen EU-Land oder Beitrittsland. Zu ihren wichtigsten Tätigkeiten gehören:

  • die Koordinierung der rechtlichen, verwaltungstechnischen und operativen Verpflichtungen und Tätigkeiten zum Schutz der EU-Finanzmittel;
  • die Vermittlung zwischen nationalen Behörden und dem OLAF;
  • die Benachrichtigung der Kommission bei Fällen von Betrug und Unregelmäßigkeiten.

Die Tätigkeiten im Einzelnen:

  • Einnahme einer führenden Rolle bei der Erarbeitung und Umsetzung nationaler Strategien zum Schutz der finanziellen Interessen der EU (und zur Förderung der entsprechenden administrativen und rechtlichen Änderungen);
  • Identifizierung möglicher Schwachstellen in den nationalen Systemen zur Verwaltung von EU-Mitteln, u. a. vor dem Beitritt ausgezahlter Mittel (Heranführungshilfe);
  • Informationsverbreitung und Kommunikation
  • Sicherstellung einer ausreichenden Personalkapazität, auch zur Schulung der Bediensteten im Bereich Betrugsbekämpfung in den neuen EU-Ländern;
  • Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden, Strafverfolgungsbehörden und dem OLAF;
  • Austausch von Informationen über Unregelmäßigkeiten und mutmaßliche Betrugsfälle mit nationalen Behörden und dem OLAF;
  • Erfüllung aller Verpflichtungen gemäß Verordnung (EURATOM, EG) Nr. 2185/96 über Kontrollen vor Ort.

Rechtsgrundlage

Artikel 325 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union English (en) (ex-Artikel 280 EG-Vertrag)

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Letzte Aktualisierung: 02/06/2014