Infolge der 3500 Untersuchungen, die das OLAF seit seiner Einrichtung im Jahr 1999 durchgeführt hat, wurden
Gefängnisstrafen von insgesamt 900 Jahren für 335 Täter verhängt;
EU-Gelder in Höhe von über 1,1 Milliarden Euro wiedereingezogen (Geldbußen nicht eingerechnet);
durchschnittlich 100 Millionen Euro pro Jahr durch das OLAF wiedereingezogen.
Ergebnisse für das Jahr 2011:
Wiedereinziehung von 691 Millionen Euro für den EU-Haushalt;
Die Gerichte der EU-Länder verhängten Gefängnisstrafen von insgesamt 511 Jahren, wobei weitere 70 Jahre Bewährungsstrafen noch nicht eingerechnet sind.
Was kostet das OLAF den Steuerzahler in der EU?
Die laufenden Kosten des OLAF für das Jahr 2012 betragen 57,4 Millionen Euro.
Daneben stellt das OLAF 21,5 Millionen Euro in Form von Finanzhilfen und Projektfinanzierungen bereit, um Behörden und Organisationen bei der Bekämpfung von Betrug innerhalb und außerhalb der EU zu unterstützen.
Wie viele Menschen sind in der EU an der Betrugsbekämpfung beteiligt?
Die EU-Länder verwalten 80 % der EU-Mittel und tragen die Hauptverantwortung für die Betrugsbekämpfung. Sie beschäftigen auch den Großteil des dafür eingesetzten Personals, beispielsweise 500 000 Polizeibeamte.
Das OLAF beschäftigt 439 Mitarbeiter, von denen sich über zwei Drittel mit der Untersuchung von Betrugsfällen befassen.
Wie viele Fälle bearbeitet das OLAF?
Ende 2011 verzeichnete das OLAF 463 laufende Untersuchungen.
Im selben Jahr wurden 178 neue Fälle eröffnet und 208 abgeschlossen.
2011 betrug die Durchschnittsdauer einer Untersuchung 29,1 Monate.
Wie viele Betrugsfälle kommen in der EU vor?
Die EU-Länder machten folgende Meldungen:
Kosten
Als Betrug gemeldete Unregelmäßigkeiten, die der EU 2011 einen Schaden in Höhe von 295 Millionen Euro verursachten (0,21 % der EU-Gesamtausgaben) – gegenüber 478 Millionen Euro im Jahr 2010 (0,35 %);
Nicht als Betrug gemeldete Unregelmäßigkeiten, die die EU 2011 insgesamt 1,2 Milliarden Euro kosteten (0,86 % der EU-Gesamtausgaben) – gegenüber 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2010 (0,94 %);
Einnahmen
Als Betrug gemeldete Unregelmäßigkeiten brachten 109 Millionen Euro (1,24% des Bruttobetrags der erhobenen traditionellen Eigenmittel) – gegenüber 165 Millionen Euro im Jahr 2010 (1,21%).
Nicht als Betrug gemeldete Unregelmäßigkeiten ergaben 278 Millionen Euro (1,24% des Bruttobetrags der erhobenen traditionellen Eigenmittel) – im Vergleich zu 253 Millionen Euro im Jahr 2010 (1,21%).
Einziehung
Die Wiedereinzugsraten schwankten je nach Haushaltsbereich zwischen 52 % und 93 %; insgesamt wurde im Jahr 2011 1,8 Milliarden Euro wiedereingezogen.