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Eurobarometer: Wie denken die europäischen Bürger über Landwirtschaft und die GAP? (2010)

Die europäischen Bürger unterstützen weitgehend die neuen Ziele der europäischen Agrarpolitik und befürworten mehrheitlich die Beibehaltung des Budgets für diese Politik. Dies ist eine der wichtigsten Feststellungen aus einer Umfrage, die der Meinung der Bürger zur Landwirtschaft und zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gewidmet war.

Nach zwei gleichartigen Meinungsumfragen in den Jahren 2006 und 2007 bestätigt diese neue Befragung, dass die Leitlinien und die Ziele der GAP mehrheitlich befürwortet werden.

Die Umfrage, die von TNS Opinion im Auftrag der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission durchgeführt wurde, fand vom 13. November bis 9. Dezember 2009 statt. Nach der üblichen Methode von Eurobarometer wurden in jedem der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union 1000 Bürger befragt.

 

>> Lesen Sie die Gesamtergebnisse, eine Zusammenfassung sowie Datenblätter zu den einzelnen Ländern

 

Die große Mehrheit der europäischen Bürger (im Schnitt 90 % - von 96 % in Griechenland bis 80 % im Vereinigten Königreich) ist der Ansicht, dass die Landwirtschaft und der ländliche Raum für die Zukunft Europas lebenswichtig sind.

Die europäische Öffentlichkeit befürwortet weiterhin mehrheitlich die neuen Ziele der GAP, die darin bestehen,

  • die Landwirte bei der Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels und
  • bei der Ausrichtung ihrer Erzeugung am Markt zu unterstützen,
  • die Förderung gerechter zu verteilen und von der Einhaltung von Umwelt­standards abhängig zu machen,
  • die Landschaften zu erhalten und
  • die Wirtschaft im ländlichen Raum zu entwickeln.

 

Nach Auffassung der öffentlichen Meinung muss die Agrarpolitik vor allem

  • die Qualität und Sicherheit der Agrarerzeugnisse gewährleisten,
  • den Landwirten eine angemessene Lebenshaltung und
  • den Verbrauchern angemessene Preise garantieren,
  • die Umwelt schützen und
  • die Herausforderungen des Klimawandels meistern.

 

Darüber hinaus sollte die Agrarpolitik nach allgemeiner Auffassung am besten auf europäischer Ebene geführt werden.

Schutz der Umwelt, die Herausforderungen des Klimawandels, Ernährungssicherheit, Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln oder eine angemessene Lebenshaltung für die Landwirte – nach Auffassung der europäischen Bürger sollten alle diese Themen auf europäischer Ebene behandelt werden.

 

Die diesjährige Umfrage umfasste auch eine neue Reihe von Fragen zur Landwirtschaft und zum Klimawandel.

  • Knapp die Hälfte der Befragten (46 %) ist der Ansicht, dass die Landwirtschaft bereits einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels geleistet hat.
  • Nach Auffassung der großen Mehrheit (82 %) muss die EU den Landwirten helfen, ihre Arbeitsweise zu ändern, um den Klimawandel zu bekämpfen.
  • Ein vergleichbarer Prozentsatz der Befragten (77 %) ist der Meinung, dass die Landwirtschaft die Folgen des Klimawandels in den kommenden Jahren in hohem Maße spüren wird.
  • Zwei Drittel (61 %) denken, dass die Landwirtschaft nicht zu den Hauptverursachern des Klimawandels gehört.

 

Diese Anerkennung der fundamentalen Rolle der Landwirtschaft in unserer Gesellschaft erklärt, warum sich die Befragten überwiegend (83 %) für die Beibehaltung der den Landwirten gewährten Beihilfen aussprechen.

Die große Mehrheit (66 %) vertritt darüber hinaus die Ansicht, dass die für die GAP bereitgestellten Haushaltsmittel adäquat oder gar unzureichend sind, während nur 17 % sie für zu hoch halten.

70 % der Bürger sind der Auffassung, dass die finanzielle Unterstützung für die Landwirte in der Europäischen Union in den kommenden zehn Jahren steigen oder ungefähr gleich bleiben sollte.

Dabei ist zu vermerken, dass der Anteil, der sich für eine Aufstockung des Agrarbudgets ausspricht, seit drei Jahren ständig zunimmt.

Diese Ergebnisse sind parallel zu denjenigen der Eurobarometer-Standarduntersuchung von Oktober-November 2009 zu betrachten, bei der die Bürger nach den Prioritäten für eine nachhaltige Ankurbelung des Wachstums befragt wurden und dabei die Landwirtschaft an dritte Stelle setzten.

 

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