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Wie denken die europäischen Bürger über die Gemeinsame Agrarpolitik? (06/2002)

Die Mehrheit der europäischen Bürger möchte, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) die europäischen Landwirte auf andere Weise unterstützt. Nach der letzten Eurobarometer-Umfrage halten über 60% der europäischen Bürger die Ersetzung der heutigen, an die landwirtschaftliche Erzeugung gekoppelten Beihilfen durch Direktbeihilfen an die Landwirte und die ländlichen Gebiete für "eine sehr gute" bzw. "ziemlich gute Idee". Rund 62% der Befragten, das sind 6% mehr als bei der letzten Eurobarometer-Umfrage Mitte 2001, befürworten Direktbeihilfen. Laut Umfrage erwarten die Bürger von der Gemeinsamen Agrarpolitik vorrangig, dass sie gewährleistet, dass die landwirtschaftlichen Erzeugnisse gesund und sicher sind, dass die Umweltbelange stärker berücksichtigt werden, dass die kleinen und mittleren Agrarbetriebe erhalten bleiben und die Landwirte dabei unterstützt werden, ihre Erzeugung an die Verbrauchererwartungen anzupassen.

Die EU-Bürger haben auch wieder mehr Vertrauen in die Fähigkeit der GAP, sichere landwirtschaftliche Erzeugnisse zu liefern. Der Anteil der Befragten, deren Ansicht nach die GAP gewährleistet, dass landwirtschaftliche Erzeugnisse unbedenklich sind, ist von 37% im Jahre 2001 auf 42% gestiegen. In diesem Bereich werden die Ziele der GAP am ehesten erreicht.

Das Informationsdefizit bleibt aber weiterhin ein Problem: Die Zahl der unentschiedenen Antworten schwankte zwischen 24% und 35%. Nur 20% der Befragten antworteten beispielsweise, genügend darüber informiert zu sein, wie Lebensmittel hergestellt und verarbeitet werden.

Die Befragten befürworteten eindeutig die nachstehenden, in der Umfrage genannten Ziele der GAP. Sie soll darauf ausgerichtet sein,

  • sicherzustellen, dass landwirtschaftliche Produkte gesund und unbedenklich sind: 90%
  • sich für den respektvollen Umgang mit der Umwelt einzusetzen: 88%
  • kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe zu schützen: 81%
  • den Landwirten zu helfen, ihre Produktion den Erwartungen seitens der Verbraucher anzupassen: 80%
  • das Leben im ländlichen Raum zu unterstützen und zu verbessern: 77%
  • die europäische Agrarpolitik auf dem Weltmarkt konkurrenzfähiger zu machen: 77%
  • den Landwirten ein stabiles und angemessenes Einkommen zu sichern: 77%
  • die Vielfalt landwirtschaftlicher Produkte und Aktivitäten zu fördern: 73%
  • biologische Anbaumethoden zu fördern: 72%
  • den Geschmack der europäischen Landwirtschaftsprodukte zu schützen: 73%
  • die Besonderheiten der europäischen Landwirtschaftsprodukte zu schützen: 73%
  • Ungleichheiten in der regionalen Entwicklung zu verringern: 72%
  • die Interessen der Landwirte zu verteidigen bei ihren Verhandlungen mit den Zwischenhändlern und dem Verteilerhandel: 71%

Der Grad der Zufriedenheit über die Art und Weise, wie die GAP ihre Ziele verwirklicht, schwankte zwischen 41% (sicherstellen, dass landwirtschaftliche Produkte gesund und unbedenklich sind) und 25% (die Interessen der Landwirte verteidigen bei ihren Verhandlungen mit den Zwischenhändlern und dem Verteilerhandel).

Im Rahmen dieser Umfrage wurden in den 15 Mitgliedstaaten 16 041 Personen befragt.

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Die Europäer und die Gemeinsame Agrarpolitik [enfr pdf]

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