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Zucker

Zucker

Rohrohrzucker für die Raffination eingeführt. Der Zuckermarkt der EU wird durch Produktionsquoten, einen Mindestpreis für Zuckerrüben und Handelsmechanismen reguliert.

In der EU wird der meiste Rübenzucker weltweit erzeugt, insgesamt ungefähr 50 % der Weltproduktion. Rübenzucker steht jedoch nur für 20 % der weltweiten Zuckerproduktion,  die restlichen 80 % werden aus Zuckerrohr gewonnen.

 

Zuckerrüben werden vor allem in der Nordhälfte der EU angebaut, wo das Klima günstiger für ihr Wachstum ist. Am wettbewerbsfähigsten sind die Anbaugebiete in Nordfrankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen. Außerdem wird in der EU Rohrohrzucker importiert und in Hochleistungsraffinerien verarbeitet.

 

Europäische Zuckerpolitik

Im Jahr 2006 wurde die Zuckerpolitik der EU vereinfacht und besser an die Marktgegebenheiten angepasst. Sie ist nunmehr Teil der Gemeinsamen Organisation der Agrarmärkte. Die Einkommen der Landwirte, die Zuckerrüben anbauen, wurden in das System der Direktzahlungen einbezogen. 

 

Die Europäische Zuckerpolitik befasst sich heute vornehmlich mit drei Bereichen: Verwaltung der Quoten, Grundreferenzpreis und garantierter Mindestpreis für Landwirte sowie handelspolitische Maßnahmen.

 

Verwaltung der Quoten

Die Gesamtproduktionsquote der EU von 13,3 Millionen Tonnen Zucker ist auf neunzehn Mitgliedstaaten aufgeteilt. Produktionsüberschüsse werden als „Nichtquotenzucker“ bezeichnet, und seine Verwendung unterliegt strengen Vorschriften. Er kann im Rahmen des von der Welthandelsorganisation (WTO) für die EU festgelegten Kontingents von 1,35 Millionen Tonnen exportiert werden, für die Verarbeitung zu Biokraftstoff oder anderen industriellen Produkten (keine Lebensmittel) verkauft oder aber gegen den „Quotenzucker“ des folgenden Jahres aufgerechnet werden. Es gibt auch eine kleine Quote von 0,69 Millionen Tonnen für das konkurrierende Süßungsmittel Isoglukose (Glukose-Fruktose-Sirup).

 

Sofern auf dem EU-Markt im folgenden Vermarktungsjahr (1. Oktober bis 30. September) ein Zuckerüberschuss droht, kann die zulässige Erzeugung per Beschluss verringert werden. Die erste, „präventive“ Verringerung muss bis zum 16. März beschlossen werden, also lange vor dem Beginn des neuen Vermarktungsjahrs, um es den Landwirten zu ermöglichen, die Aussaat entsprechend anzupassen. Erforderlichenfalls kann im Oktober eine weitere Anpassung vorgenommen werden.

 

Sollten andererseits Versorgungsengpässe auftreten, können entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

 

Qualitätsstandards und Ankaufsbedingungen für Rüben werden zwischen den Landwirten und Zuckerraffinerien ausgehandelt. 

 

Mindest- und Referenzpreis

Für die Produktion von Quotenzucker müssen die Raffinerien den Landwirten einen Mindestpreis von 26,29 Euro pro Tonne Zuckerrüben zahlen. Zuckerrüben für den so genannten Nichtquotenzucker unterliegen nicht dieser Mindestpreisregelung.

 

Der EU-Referenzpreis beträgt für Weißzucker 404,40 Euro und für Rohzucker 335,20 Euro pro Tonne. Falls die EU-Marktpreise unter 85 % des Referenzpreises sinken, können Beihilfen für die private Lagerhaltung vergeben werden.

 

Handel

Seit der Reform der Zuckermarktordnung ist die EU zu einem Nettoimporteur von Zucker geworden. Die für die Raffinade bestimmten Einfuhren von Rohrzucker kommen vor allem aus den so genannten AKP-Staaten (Afrika, Karibik und pazifischer Raum) und den am wenigsten entwickelten Ländern (LDC), die quoten- und zollfrei in die EU exportieren dürfen.

 

Für die AKP-Länder und Länder, die nicht zu den LDC gehören, gilt bis 2015 eine Schutzklausel. Diese Maßnahme greift jedoch erst dann, wenn mehr als 3,5 Millionen Tonnen Zucker in einem Jahr in die EU importiert werden. Dies ist seit Einführung der Schutzklausel 2009 noch nie vorgekommen.

 

In der EU gelten außerdem verschiedene Zuckereinfuhrquoten, die es ermöglichen, pro Jahr insgesamt eine Million Tonnen Zucker zu verringerten Zollsätzen oder zollfrei einzuführen. Am meisten profitieren einige Balkanländer und Brasilien von dieser Regelung.

 

 

 

>> Bilanzen English (en)

>> Präsentation, Statistiken und Preise English (en)

>> Nähere Informationen über die EU-Zuckerpolitik:

>> Bewertung der GAP-Maßnahmen im Zuckermarkt 

>> Bericht der Kommission: "Entwicklung der Zuckereinfuhren in die Europäische Union aus den am wenigsten entwickelten Ländern und den AKP-Staaten" pdf български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) (31/05/2013)

 

 

 

 

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