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Entwicklung des ländlichen Raums 2007 – 2013

Über 56 % der Bevölkerung der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union lebt in ländlichen Gebieten, die 91 % der Fläche der EU ausmachen. Daher ist die ländliche Entwicklung ein so wichtiger Politikbereich. Die Land- und Forstwirtschaft ist für die Landnutzung und die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen in den ländlichen Gebieten der EU sowie als Plattform für die wirtschaftliche Diversifizierung in den ländlichen Gemeinden nach wie vor von herausragender Bedeutung. Aus diesen Gründen ist die Stärkung der EU-Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums eine übergreifende Priorität der EU.

Wozu eine Politik für die ländliche Entwicklung?

Die Europäische Union führt eine aktive Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums, um für unsere ländlichen Räume und seine Bewohner Ziele von Wert zu verwirklichen.

Die ländlichen Gebiete der EU sind untrennbar mit der Identität und dem Territorium der EU verbunden. Gemäß einer Standarddefinition sind mehr als 91 % des Hoheitsgebiets der EU „ländliche Räume“, und in diesen Gebieten leben über 56 % der EU-Bevölkerung. Außerdem machen die unzähligen schönen und eindrucksvollen Landschaften Europas einen Teil seines Charakters aus – von Bergen über Steppen und Wälder bis hin zu wogenden Feldern.

Doch viele unserer ländlichen Gebiete stehen vor großen Herausforderungen, und einige unserer land- und forstwirtschaftlichen Betriebe müssen noch an ihrer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten. Allgemeiner gesagt, das Durchschnittseinkommen pro Kopf ist auf dem Land niedriger als in Städten, die Kompetenzgrundlage ist geringer und der Dienstleistungssektor ist weniger entwickelt. Auch sind mit dem Erhalt der ländlichen Umwelt oft Kosten verbunden.

Doch die ländlichen Gebiete Europas haben auch viel zu geben. Sie versorgen uns mit den notwendigen Rohstoffen. Ihre Bedeutung für uns als Orte der Schönheit, der Ruhe und der Erholung ist offensichtlich – wenn wir sie erhalten. Ländliche Gebiete sind grüne Lungen – eine wertvolle Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel. Viele Menschen würden gerne auf dem Land leben und/oder arbeiten, vorausgesetzt, sie haben Zugang zu angemessenen Dienstleistungen und Infrastrukturen.

Das bedeutet, dass die Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung, der EU und die Strategie von Göteborg für nachhaltige Entwicklung für unsere ländlichen Räume genauso wichtig sind wie für unsere Städte und Großstädte.

Bei der EU-Politik für die ländliche Entwicklung geht es um die Herausforderungen, vor denen unsere ländlichen Gebiete stehen, sowie um die Freisetzung ihres Potenzials.

Wozu eine gemeinschaftliche Politik für die ländliche Entwicklung?

Theoretisch könnten die einzelnen EU-Mitgliedstaaten jeweils ihre eigene Politik für die ländliche Entwicklung formulieren und durchführen. In der Praxis würde dies jedoch nicht funktionieren. Nicht alle EU-Mitgliedstaaten wären in der Lage, die Kosten für ihre eigene Politik zu tragen. Außerdem machen zahlreiche Fragen der ländlichen Entwicklung nicht an nationalen oder regionalen Grenzen Halt, sondern haben darüber hinaus reichende Auswirkungen auf die Menschen. Ein Beispiel dafür ist die Umweltverschmutzung. Sowohl auf europäischer als auch auf weltweiter Ebene hat sich die Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Anliegen entwickelt. Ferner ist nicht zu vergessen, dass die Politik für die ländliche Entwicklung mit verschiedenen anderen europäischen Politikbereichen eng verflochten ist.

Die EU führt aus diesen Gründen eine gemeinschaftliche Politik für die ländliche Entwicklung, wobei jedoch die einzelnen Mitgliedstaaten und Regionen weiterhin über beträchtliche Kontrolle verfügen.

Finanziert wird diese Politik zu einem Teil aus dem Gesamthaushalt der EU und zum anderen Teil aus den Haushalten der einzelnen Mitgliedstaaten oder ihrer Regionen.

Die Struktur der Politik für die ländliche Entwicklung

Die wichtigsten Bestimmungen der Politik für die Entwicklung des ländlichen Raums im Zeitraum 2007–2013 sowie die politischen Maßnahmen, die Mitgliedstaaten und Regionen zur Verfügung stehen, sind in der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates festgelegt.

In der Verordnung wurden für die Politik für die Entwicklung des ländlichen Raums 2007 – 2013 die folgenden drei Schwerpunktbereiche, auch „thematische Achsen“ genannt, festgelegt :

  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft,
  • Verbesserung der Umwelt und der Landschaft,
  • Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Förderung der Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft.

Um ausgewogene politische Maßnahmen zu gewährleisten, sind die Mitgliedstaaten und Regionen verpflichtet, die Finanzierung ihrer ländlichen Entwicklung zwischen diesen drei thematischen Achsen aufzuteilen.

Eine weitere Anforderung besteht darin, dass ein Teil der Finanzmittel Projekten zukommen muss, die auf den Erfahrungen mit den Leader Gemeinschaftsinitiativen. beruhen. Der „Leader-Ansatz“ der ländlichen Entwicklung beruht auf äußerst individuellen Projekten, die von lokalen Partnerschaften für lokale Probleme entwickelt und durchgeführt werden.

Wie bis 2007 muss jeder Mitgliedstaat (oder gegebenenfalls die zuständige Region) ein Programm für die ländliche Entwicklung vorlegen, in dem festgelegt ist, welche Finanzmittel im Zeitraum 2007 – 2013 für welche Maßnahmen ausgegeben werden.

Neu ist für den Zeitraum 2007 – 2013, dass einer kohärenten Strategie für die ländliche Entwicklung in der gesamten EU verstärkt Rechnung zu tragen ist. Dies erfolgt mithilfe einzelstaatlicher Strategiepläne, die auf den strategischen Leitlinien der EUberuhen müssen.

Mit diesem Konzept soll Folgendes erreicht werden:

  • die Bereiche festzulegen, in denen die EU-Finanzhilfen für die Entwicklung des ländlichen Raums den höchsten Mehrwert auf EU-Ebene schaffen,

  • einen Bezug zu den wichtigsten Prioritäten der EU herzustellen (z. B. Agenden von Lissabon und Göteborg),

  • die Vereinbarkeit mit anderen EU-Maßnahmen zu gewährleisten, insbesondere in den Bereichen Kohäsion und Umwelt,

  • die Umsetzung der neuen marktorientierten Gemeinsamen Agrarpolitik sowie die erforderliche Umstrukturierung zu begleiten, die diese in den alten und neuen Mitgliedstaaten mit sich bringt.

 

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"Europe's rural areas in action: Facing the challenges of tomorrow", 16 - 17 October 2008, Limassol, Cyprus

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Seminar "Ensuring Good management of Rural Development programmes 2007-2013"
Brussels, 28-29 September 2010
 

 

 


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Zuletzt aktualisiert am: 15-04-2008