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Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums 2007-2013

Beschäftigung im ländlichen Raum

Der Schwerpunkt der verstärkten ländlichen Entwicklungspolitik der EU liegt auf Beschäftigung, Wachstum und Nachhaltigkeit. Die ländlichen Gebiete Europas müssen ihr Potenzial voll ausschöpfen für die Schaffung hochqualifizierter und nachhaltiger Beschäftigungsmöglichkeiten und zur Erreichung der Ziele von Lissabon.

Die ländlichen Gebiete in Europa sind durch eine verschiedenartige Bevölkerungsstruktur und Demografie sowie durch verschiedenartige wirtschaftliche und soziale Strukturen und Arbeitsmärkte geprägt. Diese Vielfältigkeit macht einen Teil ihres Reichtums aus. Trotzdem stehen viele ländliche Gebiete in Europa vor einem gemeinsamen Problem: Bei der Schaffung hochqualifizierter und nachhaltiger Arbeitsplätze bleiben sie hinter den städtischen Gebieten zurück.

Ländliche Gebiete machen 91 % der Fläche der EU-27 aus. 56 % der Einwohner leben in überwiegend oder teilweise ländlichen Gebieten. Die ländlichen Gebiete erwirtschaften 45 % der Bruttowertschöpfung in der EU-27 und verfügen über 53 % der Arbeitsplätze.

Derzeit finden zwei weit reichende Prozesse demografischer Veränderung in Europa statt: Einerseits eine seit langem stattfindende "Verstädterung", im Rahmen derer Bevölkerung und Wirtschaftsaktivität aus den abgelegeneren ländlichen Gebieten in städtische und gut erreichbare ländliche Gebiete abwandert sowie andererseits eine neuere "Gegenentwicklung zur Verstädterung", im Rahmen derer eine (durch neue Verkehrs- und IKT-Infrastruktur ermöglichte) Abwanderung aus den städtischen Gebieten in gut erreichbare ländliche Gebiete zu beobachten ist.

Der Dienstleistungssektor ist in den ländlichen Gebieten Europas der größte Arbeitgeber. Er ist jedoch im Vergleich zu den städtischen Gebieten kleiner und wird häufig vom öffentlichen Sektor dominiert. Dies liegt daran, dass der private Dienstleistungsbereich nur wenig entwickelt ist: diese Dienstleistungen sind größtenteils in den Städten angesiedelt. Diese Tatsache schlägt sich auch in einem langsameren Übergang zu Tätigkeiten mit dem Schwerpunkt in der wissensbasierten Wirtschaft nieder.

In ländlichen Gebieten ist im Allgemeinen die Qualifikation und das Humankapital geringer als in städtischen Gebieten. Nur rund 15 % der erwachsenen Bevölkerung verfügen über eine Bildung im Tertiärbereich, und die Lage von Frauen und jungen Menschen ist nach wie vor unsicher, was häufig zu einer Abwanderung von Frauen und Jugendlichen der wirtschaftlich aktiven Altersgruppen führt.

Die ländlichen Gebiete Europas sind sehr vielfältig und umfassen viele führende Regionen. Einige ländliche Gebiete, vor allem die abgelegensten, entvölkertsten oder am stärksten von der Landwirtschaft abhängigen, stehen in Hinsicht auf Wachstum, Beschäftigung und Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren jedoch vor besonderen Herausforderungen. Dazu gehören beispielsweise niedrigere Einkommen, eine ungünstige demografische Situation, eine niedrigere Erwerbsquote und eine höhere Erwerbslosenquote, eine langsamere Entwicklung des tertiären Sektors, Schwächen in Bezug auf Qualifikation und Humankapital, fehlende Möglichkeiten für Frauen und junge Menschen.

Gefördert werden sollten multisektorale, gebietsorientierte (z.B. Leader) Ansätze auf der Grundlage eines partnerschaftlichen Ansatzes. Angesichts dieser zukünftigen Herausforderungen stellen ein integriertes Konzept aus Maßnahmen der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten zusammen mit einem starken Fokus auf Humankapital und Qualifikation die Hauptelemente bei der Ausschöpfung der in ländlichen Gebieten existierenden Möglichkeiten zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung dar.

 


 

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Zuletzt aktualisiert am: 19/03/2007