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Forschung und technologische Entwicklung

| Inhalt |

Fünftes Rahmenprogramm der Europäischen
Gemeinschaft im Bereich der Forschung,
technologischen Entwicklung und Demonstration
(1998-2002)

 

Rechtsgrundlagen

  • Beschluß Nr. 182/1999/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Dezember 1998 über das Fünfte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1998-2002) (Amtsblatt L26 vom 1.2.1999).

 

Zielsetzung

Die FTE-Politik der Gemeinschaft verfolgt drei grundlegende Ziele:

  • Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Grundlage der europäischen Industrie, um deren Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene zu verbessern;

  • Förderung von Forschungstätigkeiten, die einen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung anderer politischer Konzepte der Gemeinschaft leisten (Verkehr, Umwelt usw.);

  • Verbesserung der Lebensqualität der europäischen Bürger und Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Europäischen Union insgesamt.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden bei der Festlegung des Fünften Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung die nachstehenden Kriterien angelegt, die ebenfalls für die Auswahl der zu finanzierenden Projekte gelten werden.

  • Gemeinschaftsmehrwert: Es werden ausschließlich Projekte unterstützt, durch die aufgrund eines gemeinschaftlichen Vorgehens ein zusätzlicher Nutzen entsteht.

  • Gesellschaftliche Erfordernisse: Verbesserung der Beschäftigungslage, Verbesserung der Lebensqualität und des Gesundheitsniveaus, Umweltschutz.

  • Wirtschaftliche Entwicklung und wissenschaftliche und technologische Perspektiven: Von Interesse sind expandierende und wachstumsträchtige Bereiche, Bereiche, in denen die Unternehmen der Gemeinschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit verstärken können und müssen, sowie Bereiche, in denen Aussicht auf erhebliche wissenschaftliche und technologische Entwicklungen besteht. Es soll ein Beitrag zu einer harmonischen und nachhaltigen Entwicklung der EU geleistet werden.

 

Zielgruppen/Begünstigte

Forschungseinrichtungen (einschließlich und u. a. Universitäten, Forschungsinstitute, privatwirtschaftliche Unternehmen, einschließlich KMU, und Einzelpersonen) können an den spezifischen Programmen des 5. Rahmenprogramms teilnehmen.

 

Zuständige Stellen

Das Programm wird von der GD XII (Wissenschaft, Forschung und Entwicklung) mit Unterstützung der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) durchgeführt.

Für das Programm „Informationstechnologien” im Rahmen des Fünften Rahmenprogramms ist die GD XIII (Telekommunikation, Informationsmarkt und angewandte Forschung) zuständig.

 

Förderungswürdige Gebiete

Teilnahmeberechtigt sind assoziierte Staaten, d. h. die EU- Beitrittskandidaten (Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern), die EFTA/EWR-Staaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) und andere Staaten (Israel und die Schweiz), sobald die Assoziationsabkommen in Kraft getreten sind. Sie können eine finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft beantragen. Drittstaaten können ohne EU-Finanzierung an einzelnen Projekten teilnehmen, wenn diese mit den Interessen der Gemeinschaft übereinstimmen (in Ausnahmefällen kann die Gemeinschaft eine finanziellen Unterstützung gewähren, wenn dies für die Verwirklichung der Projektziele hinreichend begründet ist).

 

Zeitplan

Das Programm läuft von 1998 bis 2002. Die ersten Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für die spezifischen Programme wurden im März 1999 veröffentlicht.

 

Förderwürdige Maßnahmen/Art der Maßnahmen

Das Fünfte Rahmenprogramm umfaßt vier gemeinschaftliche Aktionsbereiche:

  • Durchführung von Programmen für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration;

  • Förderung der Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen auf dem Gebiet der gemeinschaftlichen Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration;

  • Verbreitung und Auswertung der Ergebnisse der Tätigkeiten auf dem Gebiet der gemeinschaftlichen Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration;

  • Förderung von Ausbildung und Mobilität der Wissenschaftler aus der Gemeinschaft.

Der erste gemeinschaftliche Aktionsbereich betrifft die folgenden vier Themen, für die Vorhaben für gezielte Tätigkeiten im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration entwickelt werden sollen:

    1. Lebensqualität und Management lebender Ressourcen
    2. benutzerfreundliche Informationsgesellschaft
    3. wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum
    4. Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung.

Der zweite, der dritte und der vierte Aktionsbereich beziehen sich jeweils auf ein horizontales Thema:

    1. Sicherung der internationalen Stellung der Gemeinschaftsforschung

    2. Föderung der Innovation und der Einbeziehung von KMU

    3. Ausbau des Potentials an Humanressourcen in der Forschung und Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage.

Die drei breit angelegten horizontalen Themen untermauern und ergänzen die vier obengenannten thematischen Programme.

Jedes Rahmenprogramm umfaßt ebenfalls ein spezifisches Programm, das sich auf die direkten FTE-Aktionen der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission bezieht. Hierbei handelt es sich um Forschungstätigkeiten sowie um wissenschaftliche und technische Unterstützungstätigkeiten mit institutionellem Charakter. Die GFS wird ihre Arbeit in enger Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftssektor und der Industrie in Europa ausführen.

Ein wichtiges neues Element des Fünften Rahmenprogramms ist das Konzept der integrierten Problemorientierung. Diese Integration wird auf drei verschiedenen Ebenen gestärkt:

    1. Das Konzept der „Leitaktionen“ in den einzelnen thematischen Programmen. Bei den Leitaktionen handelt es sich um grundlegende Innovationen des Fünften Rahmenprogramms. Sie sollen helfen, die zahlreichen und sehr unterschiedlichen Aspekte der wirtschaftlichen und sozialen Fragen anzugehen, indem sie für die Erreichung der Ziele das gesamte Spektrum von Aktivitäten und Disziplinen einbeziehen. Sie werden ergänzt durch Aktivitäten im Bereich der generisch ausgerichteten Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus werden Forschungsinfrastrukturen unterstützt, die die Wissensgrundlage in für die Zukunft strategisch wichtigen Bereichen langfristig aufbauen und stärken sollen.

    2. Verknüpfungen zwischen den Zielen der horizontal ausgerichteten und der thematischen Programme:

    • internationale Zusammenarbeit
    • Innovation und Mitwirkung der KMU
    • sozioökonomische Aspekte und Ausbildungsfragen

    3. Verknüpfung der verschiedenen thematischen Programme.

 

Art und Umfang der Förderung

Die Gemeinschaft beteiligt sich finanziell an den Tätigkeiten im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung, einschließlich der Demonstrationsvorhaben, die innerhalb der spezifischen Programme zur Umsetzung des Rahmenprogramms durchgeführt werden (indirekte FTE- Aktionen). Sie führt darüber hinaus direkte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf den vom Rahmenprogramm abgedeckten Gebieten durch (direkte FTE-Aktionen).

Zu den indirekten FTE-Aktionen zählen: Aktionen auf Kostenteilungsbasis, die das bevorzugte Instrument zur Durchführung der spezifischen Programme darstellen, sowie Ausbildungsstipendien, Unterstützung von Netzen, konzertierte Aktionen und Begleitmaßnahmen.

Die direkten FTE-Aktionen, die von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) durchgeführt werden, umfassen Forschungstätigkeiten sowie wissenschaftliche und technische Unterstützungsmaßnahmen mit institutionellem Charakter.

 

Durchführung

Die Durchführung des Fünften Rahmenprogramms erfolgt über acht spezifische Programme, wobei vier dieser spezifischen Programme den vier Themen innerhalb des ersten gemeinschaftlichen Aktionsbereichs und drei horizontale Programme jeweils dem zweiten, dritten und vierten Aktionsbereich entsprechen. Das achte Programm stellt ein spezifisches Programm für die Gemeinsame Forschungsstelle dar und sieht die Durchführung von direkten Aktionen vor, die Forschungstätigkeiten sowie wissenschaftliche und technische Unterstützungstätigkeiten für die Entwicklung, Umsetzung und Beobachtung von EU-Politiken beinhalten. Der Wissenschaftssektor, die Industrie und die Nutzer werden verstärkt in den gesamten Prozeß der Durchführung einbezogen.

 

Informationsunterlagen

 

Weitere Informationen

http://www.cordis.lu/fp5/home.htm.

 


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