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Die Förderung neuer Aktivitäten im ländlichen RaumWarum dieser leitfaden? Gebrauchsanleitung und Inhalt
Dieser Leitfaden soll den lokalen Aktionsgruppen (LAG) dabei helfen, ihr Vorgehen bei der Entwicklung neuer Aktivitäten in ihrem Gebiet wirksamer zu gestalten. Er stellt in Form einer praktischen Anleitung die verschiedenen "Dienstleistungen" bzw. Maßnahmen vor, die ein ländliches Gebiet den Projektträgern anbietet (Beratungen, Schulungen, technische Hilfen etc.). Es wird dargelegt, wie die Umsetzung dieser "Dienstleistungen" es ermöglichen kann, schrittweise die Hindernisse zu überwinden, denen man in jeder Projektphase begegnet. Ein zusammenfassendes Merkblatt erklärt für jede Dienstleistungskategorie die am häufigsten auftretenden Probleme und Engpässe. Jedes Merkblatt zeigt außerdem Wege auf, wie die jeweiligen "Dienstleistungen" geschaffen oder angepaßt werden können. Was versteht man unter „Neuen Aktivitäten"? Der Neuheitsgrad einer Aktivität richtet sich nach dem Kontext, den Bedürfnissen und den Chancen eines Gebiets. Vor Ort gilt eine Aktivität als „neu", wenn sie vorher noch nicht existierte oder in dem betreffenden Gebiet nicht geläufig war. Deshalb ist sie nicht notwendigerweise auch in anderen Gebieten neu. Die von LEADER unterstützten „Innovationen" und „neuen" Aktivitäten haben einen Multiplikatoreffekt in dem gesamten Gebiet und eröffnen Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung. Sie können z.B. folgende Erscheinungsformen annehmen:
Warum die Bezeichnung „Fördermaßnahmen"? Vor allem zwei Gründe rechtfertigen die Verwendung der Bezeichnung „Fördermaßnahmen" für die Förderung neuer Aktivitäten im ländlichen Raum und insbesondere für die Arbeit der LEADER-Gruppen:
Einer der wichtigsten Vorteile des LEADER-Programms kann gerade in dieser Fähigkeit liegen, interne und externe Verbindungen im Dienste der ländlichen Entwicklung herzustellen und dabei Redundanzen, Kompetenzüberschneidungen, Ressourcenverschwendung und Konflikte zu vermeiden.
WARUM DIESER LEITFADEN? Der Leitfaden will:
Dieser methodische Leitfaden entstand nach einem von der Europäischen Beobachtungsstelle LEADER vom 6. bis 8. Februar 1997 im LEADER-Gebiet Navarra (Navarra, Spanien) veranstalteten Seminar, an dem ungefähr 70 Personen aus 8 Ländern teilnahmen. Zur Vorbereitung des Seminars und des Leitfadens wurden 5 Fallstudien erstellt, die auf den Erfahrungen der LEADER-Gruppen Navarra (Navarra, Spanien), Galloway (Schottland, Großbritannien), Ballyhoura (Irland), Tarn- des-Montagnes (Midi-Pyrénées, Frankreich) und Serranía de Ronda (Andalusien, Spanien) aufbauten. Auch eine Dritteinrichtung, die Mission agro-alimentaire Pyrénées (MAAP, Verein zur Förderung landwirtschaftlicher Erzeugnisse der Pyrenäen), trug zur Entwicklung des in diesem Dossier vorgestellten methodischen Ansatzes bei. Auch das LEADER-I-Dossier "Fördermaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum" (LEADER-Koordinierungsstelle / AEIDL 1994) diente als Grundlage für die Erstellung dieses Leitfadens. Schließlich leistete EBN, das Netz Europäischer Unternehmens- und Innovationszentren, vor und während des Seminars sowie bei der Erstellung dieses Leitfadens wertvolle Unterstützung. Für die Redaktion waren Paul Soto (Iniciativas Economicas y Ambientales, Spanien), Daniel Pujol (Regionale Landwirtschaftskammer Midi-Pyrénées, Frankreich), Seamus O'Reilly (University College Cork, Irland), Carlo Ricci (Agriteknica, Italien), Yves Champetier und Jean-Luc Janot (Europäische Beobachtungsstelle LEADER) verantwortlich.
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