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Entwicklung des ländlichen Raums   Linie  

Die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums und ihre Grundsätze

Globalisierung des Welthandels, Qualitätsansprüche der Verbraucher, Erweiterung der Union - für die europäische Landwirtschaft ergeben sich gegenwärtig neuen Realitäten und Herausforderungen.

Die Veränderungen werden sich nicht allein auf die Agrarmärkte, sondern auch auf die lokale Wirtschaft der ländlichen Gebiete auswirken. Die Zukunft des Agrarsektors ist eng mit der ausgewogenen Entwicklung des ländlichen Raums verbunden, der 80% des Gemeinschaftsgebiets ausmacht. Die gemeinschaftliche Dimension dieser Herausforderung liegt klar auf der Hand; der Agrarpolitik und der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums kommen im Hinblick auf den territorialen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt eine wichtige Rolle zu.

Deshalb setzt die mit der Agenda 2000 eingeleitete Reform die Entwicklung der letzten Jahre fort: neben marktpolitischen Maßnahmen und den Erfordernissen einer wettbewerbsfähigen europäischen Landwirtschaft gilt es auch, die vielfältigen Bedürfnisse des ländlichen Raums, die Erwartungen der heutigen Gesellschaft und die Notwendigkeiten im Umweltbereich zu berücksichtigen.

Die nunmehr als "zweiter Pfeiler" der Gemeinsamen Agrarpolitik ausgerichtete neue Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums wird diesen Anliegen gerecht. Als wesentliches Element des europäischen Agrarmodells ist ihr Ziel die Schaffung eines kohärenten und nachhaltigen Rahmens, der die Zukunft der ländlichen Gebiete gewährleistet und die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen garantiert.

Ihre Grundprinzipien sind folgende:

  • Die Multifunktionalität der Landwirtschaft, d.h. ihre über die Produktion von Lebensmitteln hinausgehende vielgestaltige Rolle. Dies setzt die Anerkennung und Förderung der breiten Vielfalt der von den Landwirten erbrachten Dienstleistungen voraus.
  • Ein branchenübergreifender und integrierter Ansatz der ländlichen Wirtschaft für die Diversifizierung der Aktivitäten, die Schaffung neuer Einkommens- und Beschäftigungsquellen und den Schutz des ländlichen Kulturerbes.
  • Die Flexibilität der Beihilfen für die Entwicklung des ländlichen Raums, die auf der Subsidiarität gründet und die Dezentralisierung, die Konsultation auf regionaler und lokaler Ebene sowie die Partnerschaft begünstigt.
  • Die Transparenz der Ausarbeitung und der Verwaltung der Programme, ausgehend von vereinfachten und leichter zugänglichen Rechtsvorschriften.

Eine der wesentlichen Innovationen dieser Politik ist die Methode, die eingesetzt wird, um eine bessere Integration der verschiedenen Interventionen zu erreichen und hiermit die harmonische Entwicklung aller ländlichen Gebiete Europas zu gewährleisten. Es lassen sich folgende Entwicklungsschwerpunkte unterscheiden:

  • Verstärkung des Agrar- und Forstsektors;
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der ländlichen Gebiete;
  • Schutz der Umwelt und des ländlichen Kulturerbes.
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