Weiterentwicklung der EU-Qualitätspolitik für Agrarerzeugnisse
Die Kommission verfolgt bereits seit geraumer Zeit eine Qualitätspolitik, die sie laufend verbessert. Dabei geht sie schrittweise vor. Nach der Konsultationsphase (Grünbuch) legte sie im Mai 2009 ein Strategiepapier (Mitteilung) vor und präsentgierte nach weiteren Konsultationen im Dezember 2010 Rechtsvorschläge und Leitlinien.
2011-2012
Debatten über die Gesetzgebungsvorschläge der Kommission im Europäischen Parlament und im Rat und mögliche Verabschiedung durch den Rat.
2010
10. Dezember: Vorlage von Gesetzgebungsvorschlägen und Leitfäden im Anschluss an Folgenabschätzungen der in der Mitteilung der Kommission formulierten politischen Leitlinien.
2009
1. August: Anwendung der neuen g.U./g.g.A.-Politik für den Weinsektor laut Verordnung (EU) 479/2008.
28. Mai: Annahme einer Mitteilung über die Qualitätspolitik für Agrarerzeugnisse mit strategischen Leitlinien. Je nach Stellungnahme des Ministerrats der EU und anderer Einrichtungen könnten sich daraus bereits 2010 Legislativvorschläge ergeben.
12./13. März: Konferenz zur Qualitätspolitik organisiert von der tschechischen Präsidentschaft in Prag; Präsentation der Schlussfolgerungen der Konsultation zum Grünbuch
2008
31. Dezember: Abschluss der öffentlichen Konsultation zum Grünbuch. 560 Beiträge gingen ein.
15. Oktober: Annahme des Grünbuchs zur Qualität von Agrarerzeugnissen: Produktnormen, Bewirtschaftungsauflagen und Qualitätsregelungen – Einleitung der öffentlichen Konsultation
29. April: Annahme der Reform des EU-Weinmarkts.
15. Januar: Neue Rechtsvorschriften zu Spirituosen.
2007
22. Oktober: Annahme einer „einzigen GMO“
28. Juni: Annahme der Verordnung des Rates über die ökologische Erzeugung und die Kennzeichnung von ökologischen Erzeugnissen durch den Rat
5./6. Februar: Konferenz über „Qualitätssicherungssysteme für Lebensmittel – Mehrwertschaffung für Agrarprodukte
2006
20. März: Annahme einer Verordnung über geschützte geografische Angaben und Ursprungsbezeichnungen und einer neuen Verordnung über traditionelle Spezialitäten durch den Rat.
30. Januar: Annahme einer neuen Verordnung über spezifische Maßnahmen für die Landwirtschaft in den Regionen in äußerster Randlage der EU durch den Rat.
2005-2006
2003
26. Juni: Einigung über die Durchführung einer Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. „Diese Reform ist unsere Antwort auf die Forderungen der Bürger nach gesunden Nahrungsmitteln, mehr Qualität, umweltfreundlichen und artgerechten Erzeugungsmethoden, Erhaltung unserer natürlichen Lebensbedingungen und Landschaftspflege“ (abschließende Bemerkung des Ratspräsidenten).
1990er-Jahre
17. Mai 1999: Annahme der neuen Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) für Wein.
14. Juli 1992: Annahme der ersten europäischen Rechtsvorschrift zu geografischen Angaben und geschützten Ursprungsbezeichnungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Nahrungsmittel und über Bescheinigungen über besondere Merkmale der Erzeugnisse.
25. Juni 1991: Annahme der ersten europäischen Rechtsvorschriften zu biologischer/ökologischer Landwirtschaft.
10. Juni 1991: Annahme der ersten europäischen Rechtsvorschriften, mit denen allgemeine Regeln für die Begriffsbestimmung, Bezeichnung und Aufmachung aromatisierten Weines, aromatisierter weinhaltiger Getränke und aromatisierter weinhaltiger Cocktails festgelegt wurden.
1980er-Jahre
29. Mai 1989: Annahme einer Verordnung des Rates, in der allgemeine Regeln für die Begriffsbestimmung, Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen festgelegt wurden.
29. Juli 1988: In einer Mitteilung „Die Zukunft des ländlichen Raums“
räumte die Kommission ein, dass ein allgemeiner, qualitätsbezogener Schutz für geografische Angaben mit Ursprungsbezeichnungen, die bis jetzt nur für Wein existiert, auch für andere Nahrungsmittel erforderlich ist.
16. März 1987: Reform der gemeinsamen Marktorganisation für Wein und Annahme besonderer Bestimmungen über Qualitätsweine aus bestimmten Regionen.
15. Juli 1985: Annahme eines Grünbuchs „Perspektiven der Gemeinsamen Agrarpolitik“
, in dem die Schaffung eines für die Harmonisierung der Qualitätsnormen, die Vereinfachung des Marketings und der Information der Verbraucher (z. B. Auszeichnung) erforderlichen Rechtsrahmens gefordert wird. Dem Grünbuch folgte die Annahme von Leitlinien der Kommission mit dem Titel „A future for Community agriculture“ (Eine Zukunft für die Landwirtschaft der Gemeinschaft)
.
1960er- und 1970er-Jahre
Schaffung der Gemeinsamen Marktorganisationen (GMO) für verschiedene landwirtschaftliche Erzeugnisse, z. B. Wein, und Festlegung von Vermarktungsnormen für einige dieser Erzeugnisse: Rindfleisch, Eier, frisches und verarbeitetes Obst und Gemüse, Honig, Hopfen, Milch- und Milcherzeugnisse, Olivenöl, Schweinefleisch, Geflügelfleisch, Schaffleisch, Zucker, Wein, Kakao- und Schokoladeerzeugnisse, Kaffee- und Zichorien-Extrakte, Fruchtsaft, Konfitüren, Gelees, Marmeladen usw., Spirituosen sowie Butter, Margarine und Mischfette.



