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Qualitätspolitik

Strategie für Qualitätsprodukte aus den Regionen in äußerster Randlage

Als Regionen in äußerster Randlage werden Regionen innerhalb der EU bezeichnet, die gegenüber dem Festland durch ihre Entfernung und Insellage oder durch geografische und witterungsbedingte Gegebenheiten benachteiligt sind. Zu ihnen gehören  die französischen überseeischen Departements (Guadeloupe, Französisch-Guayana, Réunion und Martinique), die Azoren und Madeira sowie die Kanarischen Inseln.

Um die hochwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse (verarbeitet oder unverarbeitet) die aus diesen Regionen stammen, bekannt zu machen und besser zu verkaufen, wurde 2006 ein Bildzeichen (Logo) eingeführt.

Anhand dieses Logos können die Verbraucher hochwertige Agrarerzeugnisse mit Ursprung in den Regionen in äußerster Randlage erkennen. Die Verwendung des Logos wird von Stellen überwacht, die von den nationalen Behörden benannt werden. Die Bedingungen für die Verwendung werden von den betreffenden Branchenverbänden aufgestellt.

Die Erzeugnisse müssen bestimmten Vorschriften entsprechen. Diese Vorschriften stützen sich auf Bestimmungen des gemeinschaftlichen oder — in Ermangelung dessen — des internationalen Rechts oder werden gegebenenfalls auf Vorschlag der repräsentativen Berufsverbände speziell für die Erzeugnisse der Regionen in äußerster Randlage erlassen.

Bislang haben die Erzeuger in den spanischen und französischen Regionen in äußerster Randlage diese Möglichkeit genutzt (z. B. für Ananas, Bananen, Melonen und andere exotische Früchte aus Guadeloupe, Martinique und La Réunion sowie für Bananen, Tomaten, Gurken und anderes Obst und Gemüse sowie für Blumen und Wein aus den Kanarischen Inseln).

Zusätzlich dazu haben die nationalen Behörden Frankreichs, Spaniens und Portugals jeweils eigene Programme für die Landwirtschaft in Regionen in äußerster Randlage eingeführt (POSEI = Programme zur Lösung der spezifisch auf die Abgelegenheit und Insellage zurückzuführenden Probleme). Diese sehen Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung von Qualitätserzeugnissen vor, die vorab festgelegten Anforderungen entsprechen, vor allem bei Wein, Viehzucht und Fleischverarbeitung.

Diese Initiaven sind nicht nur wichtig, um die Erzeuger zur Einhaltung der Qualitätsanforderungen für ihre Produkte zu motivieren, sondern auch, um einen Mehrwert für die lokale Produktion in Regionen zu schaffen, die im Vergleich zum Festland aufgrund ihrer Entfernung und Insellage sowie durch geografische und meteorologische Bedingungen stark benachteiligt sind. Dies trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft dieser Regionen sowohl auf lokaler Ebene als auch auf den externen Märkten bei.


Rechtsgrundlage:

  • Verordnung (EU) Nr. 228/2013 български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. März 2013 über Sondermaßnahmen im Bereich der Landwirtschaft zugunsten der Regionen in äußerster Randlage der Union und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 247/2006 des Rates
  • In der Verordnung der Kommission 793/2006 български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) sind genaue Durchführungsbestimmungen für die Verordnung des Rates festgelegt; außerdem wird das Bildzeichen (Logo) technisch genau beschrieben.

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