EU-Qualitätspolitik für Agrarerzeugnisse
Qualität ist für Landwirte und Verbraucher ein Thema – ob es nun um den täglichen Bedarf an Standardprodukten oder um hochwertige Qualitätsprodukte geht, mit denen sich Europa besonders hervortut. Die europäischen Landwirte müssen auf hohe Qualität und einen entsprechenden Ruf setzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und rentabel wirtschaften zu können.
Das EU-Recht enthält strenge Qualitätsvorgaben für alle europäischen Erzeugnisse. Darüber hinaus gelten besondere EU-Qualitätsregelungen für Erzeugnisse und Lebensmittel, die nach genauen Spezifikationen angebaut und hergestellt werden.
EU-Qualitätsregelungen - Qualitätssicherung
- Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) und geschützte geografische Angabe (g. g. A.) für
- Garantiert traditionelle Spezialität (g. t. S.) für
- Gebiete in äußerster Randlage:Spezifische Erzeugnisse der Azoren, Kanarischen Inseln, aus Französisch-Guyana, Guadeloupe, La Réunion, Madeira und Martinique
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Die DOOR-Datenbank enthält die als g. U., g. g. A. oder g. t. S. eingetragenen Produktbezeichnungen sowie alle Bezeichnungen, für die eine Eintragung beantragt wurde. E-BACCHUS ist eine Datenbank der in der Europäischen Gemeinschaft geschützten geografischen Angaben für Weine aus Mitgliedstaaten und Drittländern. |
Neben den EU-Qualitätsregelungen gibt es immer mehr öffentliche und private Zertifizierungssysteme.
Außerdem werden die europäischen Landwirte durch die europäischen Vermarktungsnormen dazu ermutigt, Erzeugnisse in hoher Qualität anzubieten – so, wie der Verbraucher es erwartet. Anhand dieser Normen ist ein Preisvergleich zwischen den verschiedenen Qualitätskategorien eines Erzeugnisses möglich. Sie garantieren darüber hinaus eine gewisse Mindestqualität und erleichtern das Funktionieren des Binnenmarktes und des internationalen Handels.
Die europäischen Vermarktungsnormen ersetzen die verschiedenen nationalen Normen und werden durch die gemeinsame Marktordnung (GMO) geregelt.
Größtmöglichen Nutzen aus der Qualitätspolitik ziehen
Dass europäische Agrarerzeugnisse qualitativ hochwertig sind, muss auch entsprechend vermittelt werden, denn nur so kommen die Landwirte näher an die Verbraucher. Die Systeme für Qualitätskennzeichnung müssen benutzerfreundlicher gestaltet werden. Auch die EU-Politik in diesem Bereich muss kohärenter werden. Dies sind die wichtigsten Empfehlungen einer Mitteilung der Europäischen Kommisssion über die Qualitätspolitik für Agrarerzeugnisse, die am 28. Mai 2009 angenommen wurde.
Ausgehend von diesen strategischen Vorgaben präsentierte die Kommission im Dezember 2010 Vorschläge für Rechtsvorschriften und Leitlinien.
Lesen Sie mehr über die Geschichte der EU-Qualitätspolitik und die Ergebnisse der Konsultation von 2008 oder informieren Sie sich in den Hintergrunddokumenten
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Weitere Lektüre
>> "Europa - Lust auf Qualität"
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>> "Qualität ist der Schlüssel zum Erfolg"
>> "Mehr Vertrauen der Verbraucher durch höhere Lebensmittelsicherheit"


