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Biolebensmittel

Nach Verlassen des Bauernhofs werden Bioerzeugnisse oft in mehreren Verfahrensstufen weiterverarbeitet. Damit das Enderzeugnis auch vollständig „bio“ bleibt, gelten auf allen Verarbeitungsstufen dieselben Vorgaben hinsichtlich Sorgfalt, Professionalität und Einhaltung der Vorschriften wie für die Ökolandwirte.

Verarbeiter von Bioerzeugnissen

Verarbeiter und im weiteren Sinne auch Vermarkter und Vertreiber von Biolebensmitteln unterliegen denselben Verpflichtungen wie Ökolandwirte. Sie stellen umweltfreundliche Lebensmittel her, die mit der Natur und ihren Abläufen im Einklang stehen.

Für die Verarbeitung von Bioerzeugnissen gelten strenge Regeln:

  • Zusatzstoffe und Verarbeitungshilfsmittel unterliegen Beschränkungen.
  • Synthetische Inhaltsstoffe dürfen nur in kleinen Mengen zugefügt werden.
  • Die Verwendung genetisch veränderter Organismen (GVO) ist verboten.

Rechtliche Vorgaben

Damit ihre Erzeugnisse das EU-Bio-Logo tragen dürfen, müssen die Verarbeiter von Bioerzeugnissen genau wie die Ökolandwirte Vorschriften einhalten. Nach der EU-Öko-Verordnung

  • müssen die Inhaltsstoffe mehrheitlich biologisch/ökologischen Ursprungs sein;
  • dürfen nicht-biologische landwirtschaftliche Erzeugnisse nur mit Genehmigung der Kommission oder eines EU-Landes verwendet werden;
  • dürfen Zusatzstoffe oder Verarbeitungshilfsmittel nur unter bestimmten Umständen und in kleinen Mengen verwendet werden;
  • dürfen keine künstlichen Geschmacks- und Farbstoffe zugefügt werden;
  • müssen biologische und nicht biologische Inhaltsstoffe stets getrennt voneinander gelagert, transportiert und verarbeitet werden.

Inspektionen

Die Verarbeiter von Bioerzeugnissen werden mindestens einmal pro Jahr kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie die EU-Vorschriften einhalten.

Produktangebot

Während bei der ökologischen Landwirtschaft Traditionen und Harmonie mit der Natur im Vordergrund stehen, geht es bei der Verarbeitung von Bioerzeugnissen auch um die Geschmäcker und kulinarischen Vorlieben der modernen Verbraucher.

Die Bio-Produktpalette umfasst daher zusätzlich zu unverarbeiteten Produkten

  • Säuglingsnahrung
  • Wein
  • Bier
  • Joghurt und Käse
  • Gebäck und Kuchen, Kekse
  • Schokolade
  • Brot
  • Frühstücksflocken
  • Fruchtsäfte
  • Obst- und Gemüsekonserven
  • Kaffee
  • Tee

Ökologische Landwirte bevorzugen weniger bekannte Pflanzen- und Tierarten, weil sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten und besser an die örtlichen und jahreszeitlichen Gegebenheiten angepasst sind. So stehen der Biolebensmittelbranche weit mehr Rohstoffe zur Verfügung.