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Internationaler Handel mit Bioprodukten

Genau wie andere Nahrungsmittel kommen auch Bioprodukte oft aus anderen Regionen oder Ländern, teilweise sogar von außerhalb der EU. Ökolandwirte und -verarbeitungsbetriebe versuchen zwar, ihre Erzeugnisse so nah wie möglich am Herstellungsort zu verkaufen, doch manche Pflanzen oder Tiere können aufgrund des Klimas oder der Geografie nicht überall gedeihen.

Typische Bioerzeugnisse, die in die EU importiert werden:

  • Kaffee aus Brasilien
  • Kiwis aus Neuseeland
  • Reis aus Thailand
  • Bananen aus Costa Rica
  • Kakao aus Peru
  • Ananas aus Uganda

Da derzeit in der EU die Nachfrage nach Bioprodukten deutlich höher ist als das Angebot, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU die Möglichkeit haben, Lebensmittel und Getränke aus ferneren Ländern zu kaufen.

Vorschriften für die Einfuhr von Bioprodukten

In der EU gibt es Rechtsvorschriften sowohl für innerhalb als auch für außerhalb der EU erzeugte und verarbeitete biologische Lebensmittel und Getränke (Verordnung (EG) Nr. 1235/2008 der Kommission mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung der Regelung der Einfuhren von ökologischen/biologischen Erzeugnissen aus Drittländern). Solche Waren können ohne Einschränkungen aus den Nicht-EU-Ländern eingeführt werden, deren Vorschriften zu ökologischer Erzeugung und Kontrolle den EU-Standards entsprechen. Das sind derzeit Argentinien, Australien, Costa Rica, Indien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, Tunesien, die Schweiz und die USA.

Für Waren, die aus anderen Nicht-EU-Ländern eingeführt werden, müssen die Importeure Zertifizierungen beantragen. Diese werden von privaten Kontrollstellen durchgeführt, die ihrerseits von der Europäischen Kommission zugelassen werden müssen.

In einigen Fällen können einzelne EU-Länder es den Händlern erlauben, bestimmte Bioprodukte zu importieren, wenn der Nachweis erbracht werden kann, dass diese den EU- oder gleichwertigen Anforderungen entsprechen und daraufhin kontrolliert wurden (lediglich noch bis 30. Juni 2014). Diesen Produkten muss eine Einfuhrbescheinigung beiliegen, die beim Inverkehrbringen in den EU-Binnenmarkt geprüft wird.

Das bedeutet, dass Sie in der EU Bioprodukte von außerhalb der EU kaufen und sich darauf verlassen können, dass die Hersteller während des Produktionsprozesses kontrolliert werden.

Dank der EU-Verordnungen können Verbraucherinnen und Verbraucher darauf vertrauen, dass gleichwertige Vorschriften in jeder Stufe der Produktionskette gelten – ganz gleich, woher die Produkte stammen.

Wirtschaftsbeteiligte, die mit der EU Handel treiben wollen, finden genaue Informationen unter Einfuhr ökologischer in die Europäische Union (insert link).

Ausfuhr von Bioprodukten aus der EU

In der EU werden Delikatessen hergestellt, die in der ganzen Welt beliebt und begehrt sind. Immer häufiger werden auch biologisch erzeugte Ausgangsstoffe verwendet, weshalb sich die EU dafür einsetzt, dass ihren Exporteuren keine Handelsbeschränkungen auferlegt werden.

Der internationale Handel in Bioprodukten bringt nicht nur EU-Bürgern exotische neue Produkte von außerhalb der EU, sondern fördert auch die Verbreitung solcher Erzeugnisse aus der EU in anderen Ländern. Die EU hat in wichtigen Ausfuhrmärkten wie Australien, Kanada, Japan, Schweiz und USA für die Anerkennung von Bioprodukten aus der EU gesorgt. Auch in Zukunft ist dies ein wichtiger Schwerpunkt der EU-Handelspolitik.