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Wichtigste Vorschriften für die pflanzliche Erzeugung

Das Leben im Boden

Der lebendige Boden ist die Grundlage für den ökologischen/biologischen Ackerbau.
Da der Einsatz von löslichen Düngemitteln streng begrenzt ist – vor allem mineralische Stickstoffdünger sind nicht zugelassen – ist es wichtig, die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens mithilfe von Bodenorganismen (Bakterien, Pilzen usw.) zu erhalten, die Nährstoffe für die Ackerkulturen liefern.

Mehrjährige Fruchtfolge

Ökologische/biologische Erzeuger nutzen die mehrjährige Fruchtfolge, einschließlich Hülsenfrüchten und anderen Gründüngungspflanzen, überdies bringen sie Wirtschaftsdünger oder organische Substanzen aus, um Fruchtbarkeit und biologische Aktivität des Bodens zu unterstützen. Um die organischen Substanzen im Boden sowie seine Stabilität und die Artenvielfalt zu vermehren, sind angemessene Bewirtschaftungs- und Bodenbearbeitungsmethoden vorzuziehen. Die Verwendung biodynamischer Zubereitungen ist zulässig.

Schädlingsbekämpfung

Zur Vermeidung von Schädlingsbefall, Krankheiten und Unkraut dürfen ökologische/biologische Erzeuger keine synthetischen Pestizide oder Herbizide verwenden. Deshalb sind resistente Arten und Unterarten zu bevorzugen. Die mehrjährige Fruchtfolge und angemessene Bewirtschaftungsmethoden spielen beim Schutz der Pflanzen gegen Schädlinge, Krankheiten und Unkraut eine wichtige Rolle.   Außerdem können ökologische/biologische Landwirte auf thermische Prozesse oder natürliche Feinde der Schädlinge, wie Marienkäfer oder Trichogramma, zurückgreifen. In bestimmten Fällen können auch für den Biolandbau zugelassene Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet werden.

Sammeln von Wildpflanzen – ökologisch vertretbar

Das Sammeln von Wildpflanzen, die in Naturgebieten, Wäldern und landwirtschaftlichen Räumen natürlich wachsen, gilt als ökologische/biologische Erzeugung, sofern diese Gebiete für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren nicht mit anderen als den für ökologische/biologische Erzeugung zugelassenen Produkten behandelt wurden. Überdies darf das Sammeln die Stabilität des natürlichen Lebensraums und die Erhaltung der Arten in dem Sammelgebiet nicht beeinträchtigen.