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Ökologische/biologische Landwirtschaft: Hintergrund

1991 hat der Europäische Rat der Agrarminister im Rahmen der Reform der europäischen Landwirtschaftspolitik die Verordnung (EWG) Nr. 2092/91pdf über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen angenommen. Zunächst galt sie lediglich für pflanzliche Erzeugnisse. Weitere Vorschriften zu tierischen Erzeugnissen wurden später eingeführt:

  • Futtermittel
  • Vorbeugung von Krankheiten
  • tierärztliche Behandlung
  • Tierschutz
  • Viehzucht
  • Verwendung von Viehdung

Bei der Definition von ökologischer/biologischer Produktion wurden genmanipulierte Organismen und daraus hergestellte Erzeugnisse ausgeschlossen. Gleichzeitig gab die Verordnung grünes Licht für die Einfuhr von ökologischen/biologischen Erzeugnissen aus Nicht-EU-Ländern, die mit EU-Standards vergleichbaren Produktionskriterien und Inspektionsmethoden arbeiten.

Nach zahlreichen Ergänzungen und Änderungen an EU-Rechtsvorschriften ist diese Verordnung inzwischen sehr lang und komplex geworden.

Die ursprüngliche Verordnung war wichtig, weil mit ihr EU-weite Mindeststandards festgelegt wurden, die es den Verbrauchern ermöglichen, beim Kauf von Bioprodukten in allen EU-Ländern sicher zu sein, dass diesen dieselben Mindestkriterien zugrunde liegen. Wenn Regierungen einzelner EU-Länder oder private Organisationen strengere Kriterien anwenden möchten, können sie das tun.