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EU-Finanzhilfen in der neuen GAP

Ab 2014 ist die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) grüner. Alle Mitgliedstaaten, alle ländlichen Räume und alle landwirtschaftlichen Betriebe werden einfache, erprobte Maßnahmen für Nachhaltigkeit und gegen den Klimawandel ergreifen. Von 2014 bis 2020 werden über 100 Milliarden Euro in die ländlichen Räume Europas investiert, damit die Landwirtschaft Boden- und Wasserqualität verbessern, die Artenvielfalt erhalten und dem Klimawandel entgegenwirken kann.

  • Die „Ökologisierung“ von 30 % der Direktzahlungen an Landwirte wird sich auf drei umweltfreundliche Tätigkeiten beziehen: Anbaudiversifizierung, Erhaltung von Dauergrünland und Erhaltung von im Umweltinteresse genutzten Flächen (zunächst 5 %, ab 2018 7 %). Maßnahmen, die sich mindestens genauso positiv auf die Umwelt auswirken, können ebenfalls gefördert werden.
  • Mindestens 30 % der Haushalte für die ländliche Entwicklung müssen für Umweltschutzmaßnahmen, Unterstützung für ökologische/biologische Landwirtschaft oder umweltfreundliche Investitionen und Innovationsmaßnahmen aufgewendet werden.

Die GAP nach 2013 ist effizienter und transparenter.

Ihre Instrumente werden es jedem EU-Mitgliedstaat ermöglichen, gemeinsame Ziele in effizienter und flexibler Weise zu erfüllen und dabei die Vielfalt der 28 Mitgliedstaaten zu berücksichtigen:

  • Die Fördermittel für Forschung, Innovation und Wissensaustausch werden verdoppelt.
  • Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums werden mit anderen europäischen Fonds besser koordiniert, und die sektorbezogene Vorgehensweise wird durch eine anpassungsfähigere nationale oder regionale Strategie ersetzt.
  • Mitgliedstaaten, die dies wünschen, können ein vereinfachtes Fördersystem für kleine Betriebe verwenden.
  • Alle GAP-Finanzhilfen werden offengelegt, mit Ausnahme der geringen Zahlungen an landwirtschaftliche Kleinbetriebe.

Die Reformen treten am 1. Januar 2014 in Kraft, mit Ausnahme der neuen Direktzahlungsstrukturen („grüne“ Zahlungen, zusätzliche Unterstützung für junge Landwirte und Landwirtinnen usw.), welche ab 2015 Anwendung finden. So können die Mitgliedstaaten ihre Landwirte vorab informieren und ihre EDV an die neuen GAP-Verwaltungssysteme anpassen.

Informationsmaterial: Europäische Innovationspartnerschaften