Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Olivenöl

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Die Europäische Union ist der führende Erzeuger, Verbraucher und Exporteur von Olivenöl. Weltweit entfielen in den letzten fünf Wirtschaftsjahren (2010/11–2014/15) auf die EU 69 % der Produktion, 57 % des Verbrauchs und 65 % der Ausfuhren von Olivenöl.

Neues internationales Übereinkommen zu Olivenöl und Tafeloliven (Inkrafttreten: 1. Januar 2017)

Grundlegende Texte des Internationalen Olivenrates

30.1.2015: EU erleichtert nach außergewöhnlicher Saison tunesische Olivenölausfuhren

Kontinuität des Internationalen Olivenrates 2015 gewährleistet

EU befürwortet Verlängerung des Internationalen Übereinkommens über Olivenöl und Tafeloliven

Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Forschungsarbeiten zur Authentifizierung von Olivenöl im Rahmen von Horizont 2020

 

Ein „Aktionsplan“ für den Olivenölsektor

Auf der Tagung des Rates „Landwirtschaft“ am 18. Juni 2012 stellte Kommissar Dacian Cioloș einen Aktionsplan für den Olivenölsektor vor.

Dabei geht es um Folgendes:

  • Qualität und Kontrolle
  • Umstrukturierung des Sektors
  • Strukturierung der Erzeugungskette
  • Absatzförderung
  • Internationaler Olivenrat
  • Wettbewerb mit Drittländern

Die Stärken des europäischen Olivenölsektors liegen in Qualität und positivem Image. Deshalb haben die künftigen Maßnahmen vor allem Folgendes zum Ziel:

  • Qualität und Qualitätskontrolle, d. h. Maßnahmen zur Imagepflege des europäischen Olivenöls sowie besseren Schutz und Information für Verbraucher
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Sektors durch Nutzung aller Möglichkeiten der GAP-Reform und Mobilisierung aller Interessenträger

> > Aktionsplan lesen

 

Seit jeher wird Olivenöl in den Mittelmeerländern als gesundes Nahrungsmittel verwendet, und heute ist es in Europa und der ganzen Welt aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe und seines guten Geschmacks beliebt.

Sowohl in der EU als auch in Drittländern steigt die Nachfrage stetig, wozu auch die u. a. von der Europäischen Union finanzierten Informations- und Verkaufsförderungskampagnen beitragen.

Das wichtigste Ziel der Olivenölpolitik der EU ist es, die Position auf den Weltmärkten durch Förderung eines hochwertigen Erzeugnisses zu konsolidieren und zu halten, was den Olivenbauern, den Verarbeitungsbetrieben, den Händlern und letztlich auch den Verbrauchern zugute kommt.

Seit 2008 sind die Olivenölregelungen in der gemeinsamen Organisation der Agrarmärkte (GMO) integriert.

 

Detaillierte Informationen über den Olivenölsektor der EU

>> Wirtschaftliche Analyse des Olivenölsektors der EU

> > Perspektiven für den Olivenölsektor in Spanien, Italien und Griechenland – 2012-2020

> > EU-Olivenölfarmberichte – 2000-2010

 

Internationaler Olivenrat (IOR)

Der Internationale Olivenrat ist eine zwischenstaatliche Organisation.

 

Das aktuelle Internationale Übereinkommen zu Olivenöl und Tafeloliven von 2005 trat am 1. Januar 2006 in Kraft und war ursprünglich bis zum 31. Dezember 2014 gültig.

Bei seiner Tagung im November 2014 hat der IOR beschlossen, die Gültigkeit des Übereinkommens bis Ende 2015 zu verlängern.

Diese Verlängerung ebnet zusammen mit einer Reihe weiterer Beschlüsse den Weg zum raschen Abschluss der laufenden Verhandlungen für ein neues internationales IOR-Übereinkommen, das den wirtschaftlichen, technischen und kommerziellen Entwicklungen im Olivensektor Rechnung trägt.

 

Auf die Mitglieder des Olivenrats entfallen fast 95 % der weltweiten Olivenölerzeugung. Neben fast allen Mittelmeerländern beteiligen sich Argentinien, Irak und Iran an dem Übereinkommen.

Dabei handelt es sich um eines der im Rahmen der UNCTAD geschlossenen internationalen Rohstoffübereinkommen. Diese betreffen u. a. Zucker, Getreide, Olivenöl, Kaffee, Kakao, tropische Hölzer, Gummi, Jute, Kupfer, Blei und Zink.

Der Olivenrat befasst sich derzeit mit folgenden Themen:

  • internationale technische Zusammenarbeit (Forschung, Ausbildung, technische Hilfe, allgemeine Kooperation)
  • internationale Handelsnormen (Festlegung von Standards, Harmonisierung nationaler und internationaler Gesetzgebung, Etikettierung und geografische Angaben)
  • Verkaufsförderung von Olivenerzeugnissen (IOR-Werbekampagnen)

>> Mehr zum IOR

 

Technische Angaben

> > Preise und Bilanz