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Milch und Milcherzeugnisse

Bericht der Kommission: Schrittweiser Ausstieg aus der Milchquotenregelung

Am 10. Dezember 2012 hat die Kommission ihren zweiten Bericht über die Entwicklung der Marktlage und die Bedingungen für einen reibungslosen Ausstieg aus der Milchquotenregelung angenommen, den der Rat als Teil des Gesundheitschecks der GAP im Jahr 2008 gefordert hat.

Der Bericht, der an den Rat und das Europäische Parlament weitergeleitet worden ist, gelangt zu dem Schluss, dass die vorgesehene „sanfte Landung“ nach Plan verläuft: In der überwiegenden Mehrzahl der Mitgliedstaaten spielen die Quoten für die Produktionsbegrenzung keine Rolle mehr, und der Quotenpreis (den Landwirte zahlen, die zusätzliche Quoten möchten) liegt bereits bei Null oder nur knapp darüber.

Hierzu erklärte Dacian Cioloş,  EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung: „Ich begrüße diesen Bericht über die Lage im Milchsektor, den der Rat 2008  in Auftrag gegeben hat, und nehme die Schlussfolgerungen zur Kenntnis. Selbstverständlich werden wir die Lage weiterhin streng überwachen, denn der Milchsektor ist für mich auch in Zukunft eine Priorität. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass das im Oktober in Kraft getretene Milchpaket neue Impulse für eine Stärkung der Rolle der Erzeuger in der Milchversorgungskette geben und auch die bisher nicht abgedeckte Frage der Verträge regeln wird."

Abschließend erklärte er: „Wir werden Mitte 2014, wie im Milchpaket vorgesehen, noch einen weiteren Bericht vorlegen, der sich vor allem auf die Lage in benachteiligten Gebieten konzentrieren und potenzielle Anreize für gemeinsame Produktionsvereinbarungen abdecken wird."

 

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Angesichts des Bevölkerungszuwachses und des Interesses an typisch westlicher Ernährung in den Schwellenländern sind die mittel- und langfristigen Aussichten für den Milchsektor günstig. Dies verhindert aber nicht, dass kurzfristig Marktschwankungen auftreten.


Die Preisentwicklung seit der Veröffentlichung des ersten Berichts über das allmähliche Auslaufen der Quotenregelung im Jahr 2010 zeigt – mit gelegentlichen Ausschlägen in beide Richtungen - nach oben. Die derzeitigen Schwierigkeiten einiger Milcherzeuger, die in bestimmten Gebieten stärker vom Preisanstieg bei Futtermitteln betroffen sind,  können das allgemein positive Bild des Sektors nicht trüben.


Langfristig gesehen hängt das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage von einer Vielzahl von Faktoren ab, die wirtschaftliche Parameter ebenso wie politische Entscheidungen umfassen. In dieser Hinsicht bietet das so genannte Milchpaket, das seit dem 3. Oktober 2012 in vollem Umfang anwendbar ist, den Marktteilnehmern in der Milchversorgungskette Instrumente, mit denen sie ihr Angebot der Marktnachfrage anpassen können.


Als weiteren Schritt zu einer umfassenden Bewertung des Milchsektors hat die Kommission eine offene Ausschreibung für eine unabhängige Analyse künftiger Entwicklungen im Milchsektor für die Zeit ab 2015 English (en) veröffentlicht. Die Kommission wird dem Europäischen Parlament und dem Rat bis 30. Juni 2014 über die Umsetzung des Milchpakets berichten. Der Bericht soll insbesondere untersuchen, wie sich die Maßnahmen auf die Milcherzeuger und die Milchproduktion in benachteiligten Regionen auswirken, wobei das allgemeine Ziel der Aufrechterhaltung der Erzeugung in diesen Regionen berücksichtigt wird, und potenzielle Anreize enthalten, die die Landwirte anspornen sollen, Vereinbarungen über eine gemeinsame Produktion einzugehen.


Hintergrund

Laut Artikel 184 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) des Rates vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO) berichtet die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat vor dem 31. Dezember 2010 und vor dem 31. Dezember 2012 über die Entwicklung der Marktlage und die sich daraus ergebenden Bedingungen für ein reibungsloses allmähliches Auslaufen der Milchquotenregelung, erforderlichenfalls zusammen mit entsprechenden Vorschlägen.


Der erste Bericht über die so genannte „sanfte Landung“ български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) wurde am 8. Dezember 2010 [KOM(2010) 727 endgültig] veröffentlicht, jetzt wurde der zweite Bericht vorgelegt.


Dieser zweite Bericht besteht aus drei Teilen:

  • Der erste Teil behandelt die Marktentwicklung bei Kuhmilch seit Mitte 2010 und umreißt die mittelfristigen Aussichten,
  • im zweiten Teil wird untersucht, wie das allmähliche Auslaufen der Milchquotenregelung vonstatten gegangen ist,
  • der dritte Teil enthält abschließende Bemerkungen.

 

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