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Milch und Milcherzeugnisse

Politische Instrumente für die Milchwirtschaft

Die Milchpolitik der EU stammt aus den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie trägt dazu bei, für die Milcherzeuger und Milchverarbeiter in der EU stabile Marktbedingungen zu schaffen. Die Politik wird ständig aktualisiert und zielt immer mehr darauf ab, den gesamten Sektor stärker am Markt auszurichten.

Seit 2008 ist der Milchsektor in die einheitliche gemeinsame Marktorganisation (GMO) български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) einbezogen, in der die wichtigsten Marktinstrumente festgelegt werden:

  • Marktintervention,
  • Vorschriften für die Vermarktung und die Herstellung,
  • Handel mit Drittländern.


Beschränkung der Produktion

Die Milcherzeugung in der EU erfolgt im Rahmen von Milchquoten, die 1984 eingeführt wurden, um Probleme mit Erzeugungsüberschüssen anzugehen.


Jeder Mitgliedstaat verfügt über zwei Quoten, eine für Lieferungen an die Molkereien und eine für Direktverkäufe im Betrieb. Diese Mengen werden auf die Erzeuger in allen Mitgliedstaaten aufgeteilt (einzelbetriebliche Quoten). Bei Überschreitung der einzelstaatlichen Quote müssen die Erzeuger in dem betreffenden Mitgliedstaat eine Zusatzabgabe entrichten, die ihrem Anteil an der Überschreitung in dem jeweiligen Milchwirtschaftsjahr entspricht.


Die Milchquotenregelung läuft im April 2015 aus. Zur Abfederung der damit zusammenhängenden Probleme („sanfte Landung“) wurde im Zuge des 2008 vorgenommenen „Gesundheitschecks“ der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) beschlossen, die Quoten bis einschließlich dem Milchwirtschaftsjahr 2013/14 fünf Mal um jeweils +1 % jährlich anzuheben.


Wie im GAP-Gesundheitscheck vorgesehen, hat die Kommission zwei Berichte zu der „sanften Landung" erstellt, einen im Jahr 2010 български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) und einen im Jahr 2012 български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv).


>> Mehr zum Bericht von 2012


Öffentliche Intervention und private Lagerhaltung

Der Milchsektor verfügt über bestimmte Marktinstrumente, die beim Auftreten schwer wiegender Marktungleichgewichte als Sicherheitsnetz dienen.


Eines dieser Marktinstrumente ist der Ankauf von Butter und Magermilchpulver in öffentliche Lagerbestände – die sogenannte „öffentliche Intervention“.


Ein anderes Marktinstrument ist die Gewährung finanzieller Unterstützung (Beihilfe) für die Kosten der privaten Lagerhaltung von Butter. Aufgrund saisonaler Schwankungen bei den Lieferungen von Rohmilch werden während eines kurzen Zeitraums große Mengen erzeugt, was die Stabilität der Märkte beeinträchtigen kann. Mit dieser Beihilfe können die Erzeuger als Alternative zur öffentlichen Intervention Produkte vorübergehend vom Markt nehmen.


Ferner können im Fall von Marktungleichgewichten Ausfuhrerstattungen gewährt werden.


Besondere Interventionsmaßnahmen

Außerdem stehen spezielle Ad-hoc-Maßnahmen zur Verfügung, die bei einem Notfall oder bei schwer wiegenden Marktstörungen angewandt werden können.


Beihilferegelungen

Bei der sogenannten Schulmilchregelung wird eine Beihilfe für die Verteilung von Milcherzeugnissen an Schüler gewährt. Diese EU-Beihilfe – die auf höchstens 0,25 Liter Milchäquivalent je Schüler und Tag begrenzt ist – kann durch einzelstaatliche Beihilfen aufgestockt werden.


Außerdem kann die Kommission Beihilfen für Magermilch und Magermilchpulver gewähren, die zur Verwendung als Futtermittel oder für die Verarbeitung zu Kasein oder Kaseinaten bestimmt sind, wenn Überschüsse an Milcherzeugnissen anfallen oder anfallen könnten. Diese Beihilfen wurden jedoch seit 2006 nicht mehr in Anspruch genommen.


Vermarktungsvorschriften

Nahrungsmittel wie Milch und Milcherzeugnisse oder Streichfette, die in der EU vermarktet werden sollen, müssen festgelegten Vermarktungsvorschriften entsprechen.


>> Begriffsbestimmungen und Bezeichnungen für Milch und Milcherzeugnisse pdf - 61 KB [61 KB] English (en) français (fr)

>> Vermarktungsmaßnahmen von Konsummilch pdf - 63 KB [63 KB] English (en) français (fr)

>> Vermarktungsnormen für Streichfette pdf - 67 KB [67 KB] English (en) français (fr)


Das „Milchpaket“

Im Jahr 2012 wurde eine wichtige Änderung der Verordnung über die einheitliche GMO beschlossen - das sogenannte „Milchpaket“.


Das Milchpaket regelt die Vertragsbeziehungen im Milchsektor und sieht vor, dass zwischen Milcherzeugern und Milchverarbeitern schriftliche Verträge geschlossen werden und Landwirte die Vertragsbedingungen (einschließlich der Preise) über Erzeugerorganisationen aushandeln können.


Außerdem enthält es Vorschriften für Branchenverbände, die den Akteuren der Milchversorgungskette helfen, Dialoge zu führen und bestimmte Tätigkeiten vorzunehmen.


Das Paket umfasst auch Maßnahmen zur Förderung der Transparenz auf dem Markt sowie Möglichkeiten, unter bestimmten Bedingungen das Angebot an Käse mit geschützter Ursprungsbezeichnung oder geschützter geografischer Angabe zu steuern.


>> Weitere Informationen zum Milchpaket


Handel mit Drittländern

Der Eingang von Milcherzeugnissen in die EU unterliegt einer Einfuhrregelung. Für Importe muss eine Standard-Einfuhrlizenz erteilt und in der Regel eine Einfuhrabgabe (Zoll) entrichtet werden.


Die EU ist der weltweit wichtigste Exporteur von Milcherzeugnissen. Für Exporte nach Drittländern können unter bestimmten Bedingungen Ausfuhrerstattungen auf Basis der Weltmarktpreise gewährt werden. Für solche Ausfuhren ist jedoch eine Ausfuhrlizenz erforderlich.


Außerdem wird der Milchsektor durch Direktzahlungen und Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums unterstützt. Er unterliegt der EU-Qualitätspolitik sowie einigen weiteren Vorschriften und Regeln, insbesondere im Zusammenhang mit der öffentlichen Gesundheit български (bg)czech (cs)dansk (da)eesti (et)ελληνικά (el)English (en)español (es)Français (fr)Gaeilge (ga)hrvatski (bg)italiano (it)latviešu (lv)lietuvių (lt)magyar (hu)Malti (mt)Nederlands (nl)polski (pl)português (pt)română (ro)slovenčina (sk)slovenščina (sl)suomi (fi)svenska (sv) und der Tiergesundheit.

 

 

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